Audi Sport Doppelspitze für die Hochleistungsmobilität

Autor: Andreas Grimm

In der Führung von Audi Sport gibt es erneut einen Wechsel: Sebastian Grams wird neuer Teil der Geschäftsführung. Er bringt aus seiner Zeit bei Seat Erfahrung in den zentralen Zukunftsfeldern Digitalisierung und Elektromobilität mit.

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Sebastian Grams tritt zum 1. März in die Geschäftsführung von Audi Sport ein.
Sebastian Grams tritt zum 1. März in die Geschäftsführung von Audi Sport ein.
(Bild: Audi)

Der Führungsumbau der Audi Sport GmbH geht in eine weitere Runde: Wie die Performance-Tochter des Autobauers mitteilte, wird zum 1. März Sebastian Grams in die Geschäftsführung eintreten und dann gemeinsam mit Julius Seebach an der Spitze des Unternehmens stehen.

Seebach selbst war zum 1. Mai 2019 an die Spitze von Audi Sport gerückt. Er hatte damals die Führung gemeinsam mit Oliver Hoffmann von Julius Renz übernommen, der in Ruhestand gegangen war. Hoffmann wiederum leitet bereits seit Juli 2020 die Technische Entwicklung der Audi AG. Seebach hatte zum 1. Dezember 2020 zusätzlich die Verantwortung für die internationalen Motorsportaktivitäten von Audi übernommen. Der Hersteller hatte zum Jahresende sein Engagement in der DTM-Rennserie beendet.

Sebastian Grams (li.) und Julius Seebach leiten gemeinsam die Geschicke von Audi Sport und wollen „im Hochleistungssegment die Mobilität von morgen gestalten“.
Sebastian Grams (li.) und Julius Seebach leiten gemeinsam die Geschicke von Audi Sport und wollen „im Hochleistungssegment die Mobilität von morgen gestalten“.
(Bild: Audi)

Mit Grams kommt nun ein Audi-Eigengewächs zurück. Der 41-jährige Maschinenbau-Ingenieur begann bei Audi im Motorsport. Seine Erfahrung reicht von Hochleistungsmotoren über elektrische Antriebsstränge bis hin zur Softwareentwicklung und der Einführung neuer Geschäftsmodelle. Seit 2018 war Grams Chief Information Officer bei Seat und Aufsichtsratsmitglied der Software-Division von Seat in Barcelona („Seat Code“).

In seiner neuen Rolle als Geschäftsführer wird Grams einer Mitteilung des Herstellers zufolge das Serienangebot der Audi Sport GmbH verantworten. Dazu gehört neben den High Performance Modellen auch die Fahrzeugindividualisierung. In dieser Funktion soll er sowohl seine Erfahrungen mit digitalen Angeboten als auch in Sachen elektrische Antriebe einbringen und zusammenführen.

Audi Sport hat den Hauptsitz in Neckarsulm und hat jüngst eine Modelloffensive abgeschlossen. Mit zwölf R- und RS-Modellen habe sie „das jüngste und größte Portfolio aller Zeiten“, heißt es in der Mitteilung. Die 1.300 Mitarbeiter brachten im vergangenen Jahr 29.300 Fahrzeuge neu auf die Straße, das waren nach Unternehmensangaben 16 Prozent mehr als im Jahr 2019. In diesem Jahr will Audi Sport mit dem neuen Audi RS E-Tron GT reüssieren – dem ersten rein elektrischen RS-Modell der Marke mit den Ringen.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«