Ssangyong Drei Kandidaten als Käufer in der engeren Wahl

Autor: Andreas Grimm

Die Partner des koreanischen Fabrikats können sich begründete Hoffnung auf eine Zukunft von Ssangyong machen. Laut einer Mitteilung des Importeurs sind drei Kandidaten als Käufer im Rennen.

(Bild: Ssangyong / Motor Verso / CC BY-SA 2.0)

Seit Monaten schwebt über den Ssangyong-Partnern das Damoklesschwert einer Insolvenz ihres Herstellers. Nun scheint es aber eine klare Perspektive für den koreanischen Autobauer zu geben. Wie der deutsche Importeur am Montag mitteilte, steht Ssangyong Motors vor finalen Übernahmeverhandlungen mit drei möglichen Investoren.

Im Rennen sind den Angaben zufolge der heimische Elektrobushersteller Edison Motors und der ebenfalls südkoreanische Elektrofahrzeug- und Batteriehersteller EL B & T. Beim dritten Bieter handelt es sich um das kalifornische Start-up Indi EV. Insgesamt hatten sich elf Unternehmen für eine Übernahme des insolventen Autobauers interessiert.

Die Bieterfrist war am 15. September abgelaufen. Ssangyong Motor und der koreanische Ableger der Wirtschaftsprüfer-Organisation EY als unabhängiger Gutachter hatten währenddessen eine Vorabprüfung der Bieter durchgeführt und unter anderem deren finanziellen Status durchleuchtet.

Bis Ende des Monats will sich Ssangyong nun für einen der drei Investoren entscheiden, mit dem finale Übernahmeverhandlungen aufgenommen werden. Entscheidend für die weiteren Gespräche sei nicht nur die Höhe des Angebotes, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des Autobauers nach der Übernahme. Bis Ende des Jahres soll die Übernahme dann abgewickelt sein.

Ssangyong wurde Mitte April 2021 unter Insolvenzverwaltung gestellt. Zuvor hatte der indische Nutzfahrzeugbauer Mahindra & Mahindra vergeblich nach einem Käufer für seine Mehrheit von 75 Prozent an Ssangyong gesucht. Die Südkoreaner hatten bereits im Dezember 2020 einen Antrag auf ein Sanierungsprogramm in Eigenregie gestellt, um mit den Gläubigern eine Verlängerung von Kreditverträgen auszuhandeln. Das Unternehmen konnte fällig werdende Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen.

Die Produktion war trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten weitergelaufen. Im Sommer stellte Ssangyong hierzulande dann sogar ein neues Modell vor, den Tivoli Grand.

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Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«