Dresen übernimmt Großteil des AZ West

Autor: Jens Rehberg

Zum Jahreswechel gehen fünf von sieben AZ-West-Betrieben in und um Köln beziehungsweise Mönchengladbach mehrheitlich an die Neusser Dresen-Gruppe.

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AZ-West-Betrieb im linksrheinischen Zentrum Kölns.
AZ-West-Betrieb im linksrheinischen Zentrum Kölns.
(Foto: AZ West)

Die Dresen-Gruppe in Neuss übernimmt zum 1. Januar 2016 fünf von sieben Standorten der AZ-West-Gruppe mit den Fabrikaten Opel und Hyundai. Wie AZ-West-Chef Markus Hamacher im Gespräch mit »kfz-betrieb« sagte, stockt Dresen dafür die seit Gründung des Unternehmens 2002 bestehende Minderheitsbeteiligung zu einer Mehrheitsbeteiligung auf. Neben dem Hauptsitz des AZ West in Mönchengladbach firmieren zum Jahreswechsel auch die Standorte in Köln, Frechen, Viersen-Dülken und Neuss zum „Autozentrum Dresen“ um.

In den fünf betroffenen Autohäusern arbeiten derzeit etwa 185 Mitarbeiter, die nach Angaben von Markus Hamacher im vergangenen Jahr insgesamt rund 4.100 Fahrzeuge vermarktet haben. Demnach dürften zum Jahresumsatz der Dresen-Gruppe von zuletzt rund 191 Millionen Euro knapp 60 Millionen Euro hinzukommen.

Die verbleibenden zwei AZ-West-Filialen in Jüchen und Grevenbroich werden von der bisherigen Inhaberfamilie Gerresheim weitergeführt und sollen künftig als B-Händler im Opel-Netz agieren – eben diese Betriebe hatte die Familie 2002 beim Zusammenschluss mehrerer Autohäuser zum Autozentrum West auch in die Gruppe eingebracht.

Nicht zuletzt aufgrund der seit jeher bestehenden Beteiligung hätten die beiden Autohandelsgruppen operativ – etwa beim gemeinsamen Einkauf – bereits zuvor schon eng zusammengearbeitet. Die bevorstehende Mehrheitsbeteiligung sei eine logische Folge dieser Kooperation und mit einem für beide Seiten sehr zufriedenstellenden Abschluss ausgehandelt worden, sagte Hamacher, der auch unter der neuen Firmierung die Betriebe in Mönchengladbach, Viersen-Dülken und Neuss leiten wird. Zudem verantwortet er innerhalb der Dresen-Gruppe künftig das Hyundai-Geschäft.

Die beiden Betriebe in Köln und Frechen wird nach Auskunft von Dresen-Geschäftsführer Benedict Dahlmann künftig eine Doppelspitze leiten. Für den Verkauf soll Jan Hinkelmann verantwortlich sein, den Aftersales-Bereich leitet Frank Wollny. „Die Dresen-Gruppe bedient nun die gesamte linke Rheinschiene zwischen Venlo und der Eifel“, so Dahlmann weiter. Gerade in Bezug auf Hyundai erwartet er eine mindestens ebenso erfolgreiche Entwicklung in der Gruppe wie zuletzt mit Kia.

Die Dresen-Gruppe verkaufte im vergangenen Jahr mit 475 Mitarbeitern rund 7.500 Neu- und 5.500 Gebrauchtwagen. An 15 Standorten vertritt das Unternehmen Opel, Ford, Kia, Seat, Citroen, Peugeot und Honda.

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Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«