Teststrecke Dritter E-Highway eröffnet

Autor / Redakteur: ampnet / Tanja Schmitt

Oberleitungs-Lkw sollen den Gütertransport klimafreundlicher machen. Zwei Teststrecken existieren bereits, jetzt wurde in Baden-Württemberg der dritte E-Highway eröffnet.

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E-Highway auf der A5 bei Frankfurt.
E-Highway auf der A5 bei Frankfurt.
(Bild: Siemens)

In Deutschland ist ein dritter E-Highway zu Testzwecken eingerichtet worden. Es handelt sich um einen 3,4 Kilometer langen Abschnitt auf der B462 zwischen Kuppenheim und Gaggenau. Damit wurde erstmals keine Autobahn gewählt. Die Anlage im Murgtal, genannt „E-Way BW“, ermöglicht es, die Oberleitungstechnologie erstmals auf einer Bundesstraße zu erproben, in die enge Kurvenradien und Brücken integriert sind. Insgesamt fünf Lkw von Scania werden auf beiden Seiten der Strecke regelmäßig im Einsatz sein.

Die Oberleitungstechnik von Siemens Mobility mit auf Lkw-Fahrerhäusern montierten Stromabnehmern wird bereits in zwei weiteren öffentlichen Feldversuchen in Deutschland erprobt. Neben der neuen Anlage auf der B462 sind Pilotprojekte auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Zeppelinheim/Cargo City Süd des Frankfurter Flughafens und Darmstadt/Weiterstadt und auf der A1 zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck in Schleswig-Holstein in Betrieb.

Umweltministerium fördert Projekt

Die drei E-Highways-Anlagen werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Darüber hinaus unterstützt das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur die Skalierung von Oberleitungen für den Fernverkehr in so genannten Innovations-Clustern. Die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) empfiehlt, 300 Kilometer Autobahn in Deutschland bis 2023 mit der Oberleitungstechnologie auszustatten und 4.000 Kilometer bis 2030 zu elektrifizieren, um das Klimaziel von 40 Prozent Treibhausgaseinsparung im Verkehrssektor zu erreichen.

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