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Drivelog: Neuer Eigentümer kündigt Comeback mit anderem Ansatz an

| Autor: Jakob Schreiner

Knapp drei Monate nach dem Aus für das Werkstattportal kündigt sich der Relaunch der Seite an. Zwar bleibt das Erscheinungsbild von Drivelog nahezu identisch – die klassische Werkstattvermittlung tritt aber in den Hintergrund.

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Das Erscheinungsbild bleibt unverändert – das Portal soll aber verstärkt B2B-Kunden zusammenbringen.
Das Erscheinungsbild bleibt unverändert – das Portal soll aber verstärkt B2B-Kunden zusammenbringen.
(Bild: Added Value)

Das ehemalige Bosch-Werkstattportal Drivelog soll bald wieder online gehen. Das kündigte die Added Value Unlimited GmbH vergangene Woche an, welche die Markenrechte des Portals erworben hat. Bosch hatte das Vermittlungsportal im Dezember des letzten Jahres abgeschaltet. Grund dafür waren zu geringe Konversionsraten, um die Seite wirtschaftlich betreiben zu können.

Der neue Markeninhaber legt für den Relaunch der Seite – der noch im ersten Halbjahr 2019 erfolgen soll – allerdings den Fokus auf völlig andere Dinge als vorher. Wie der Added-Value-Geschäftsführer Mario Jahn auf Anfrage von »kfz-betrieb« sagte, steht künftig im Vordergrund, Werkstätten und Teilehändler auf einem B2B-Teilemarktplatz zusammenzubringen. Hierzu seien derzeit Gespräche mit Kooperationspartnern im Gange – Details will das Unternehmen erst nach dem Abschluss bekannt geben. Klar ist: Werkstätten sollen sich kostenlos registrieren und einige Grundfunktionen nutzen können. Zahlungspflichtige Services sollen im Lauf der Zeit angeboten werden – aber auch hier sei es noch zu früh, um diese konkret zu benennen.

Nach wie vor wird für Werkstätten die Möglichkeit bestehen, sich über ein Web-Profil mit einem eigenen Internetauftritt der potenziellen Kundschaft zu präsentieren. Entsprechende Suchfunktionen für den Werkstattkunden bleiben erhalten. Von der klassischen, kostenpflichtigen Reparaturvermittlung nimmt Jahn dagegen Abstand. Das „neue“ Drivelog greife nicht in den Vermittlungsprozess ein. Auch Gebühren will der neue Anbieter nicht verlangen. „Es gibt heute noch keine geeignete Technologie, um diesen Prozess für alle Beteiligten vernünftig abzubilden“, sagt Jahn. Ganz ausschließen möchte er diese Möglichkeit für die Zukunft allerdings nicht, eine Einführung sei zu einem späteren Zeitpunkt denkbar, wenn „der Markt und die Kunden dazu bereit sind“.

Das Esslinger Unternehmen Added Value betreibt auch autohupe.de, ein B2C-Portal mit Onlineshop, Nutzerforum und Werkstattvermittlung. Das Portal soll nach dem Relaunch von Drivelog bestehen bleiben.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik