Neueröffnung Dünnes investiert sieben Millionen Euro in Jaguar Land Rover

Von Julia Mauritz

Das Familienunternehmen ist in Regensburg mit den beiden britischen Premiummarken in einen Neubau umgezogen. Bei der Errichtung war vor allem die flutbare Tiefgarage eine Herausforderung.

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Das Jaguar- und Land-Rover-Autohaus verfügt auch über eine Serviceannahme. Gewartet und repariert werden die Fahrzeuge aber woanders.
Das Jaguar- und Land-Rover-Autohaus verfügt auch über eine Serviceannahme. Gewartet und repariert werden die Fahrzeuge aber woanders.
(Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Gut 300 Fahrzeuge haben in der Tiefgarage des neu gebauten Jaguar- und Land-Rover-Autohauses von Dünnes in Regensburg Platz. Schon alleine das ist beeindruckend. Noch beeindruckender ist, dass die Tiefgarage, die als reine Lagerfläche genutzt wird, voll flutbar ist. Das war eine Voraussetzung für den Bau des CI-konformen Showrooms, da der Betrieb in einem Hochwassergebiet liegt. 2,5 Millionen Euro haben die beiden Geschäftsführer Dr. Alexander Dünnes und Christian Dünnes alleine in die Tiefgarage investiert. Die Gesamtsumme für den Neubau des Jaguar-Land-Rover-Autohauses beziffern sie auf rund sieben Millionen Euro.

Errichtet worden ist der reine Verkaufsstandort über einen Zeitraum von rund drei Jahren gleich neben dem bisherigen, in die Jahre gekommenen Showroom für die beiden britischen Marken. Auf dem gleichen Gelände, auf dem ein Smart-Tower noch an die vorherige Nutzung erinnert, ist auch der Maserati-Betrieb von Dünnes angesiedelt.

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Die Marke Land Rover vertreibt das im Jahr 1954 gegründete Regensburger Familienunternehmen Dünnes bereits seit 2001. Im Jahr 2006 kam dann auch die Marke Jaguar hinzu: „Wir sind mit drei Land-Rover-Modellen in unserem Showroom gestartet, haben das Geschäft schrittweise aufgebaut und bekommen den Spagat zwischen unseren Volumenfabrikaten und den Premiummarken gut hin“, erzählt Dr. Alexander Dünnes, der die Handelsgruppe mit insgesamt vier Standorten gemeinsam mit seinem Bruder Christian Dünnes leitet. Neben Ford und Jaguar Land Rover vertreibt das Familienunternehmen auch die Fabrikate Maserati, Fiat, Alfa Romeo, Jeep, Abarth, Citroën und DS.

Als Erfolgsrezept werten die beiden Geschäftsführer die klare Trennung zwischen den Volumenmarken und den Premiumfabrikaten Maserati und Jaguar Land Rover: „Wir setzen sowohl im Verkauf als auch im Service auf klar getrennte Teams“, unterstreicht Alexander Dünnes.

Verkaufshaus mit Serviceannahme

Anfängliche Überlegungen, die Werkstatt mit in das neue Jaguar-Land-Rover-Autohaus zu integrieren, ließen die beiden Geschäftsführer früh wieder fallen. Zwar sind die Serviceberater und die Direktannahme im Jaguar-Land-Rover-Neubau angesiedelt. Repariert und gewartet werden die beiden britischen Premiumfabrikate allerdings einige Hundert Meter entfernt im Stammhaus von Dünnes, das alleine 45 Servicemitarbeiter beschäftigt: „Das Servicegeschäft war schon immer die Basis für unser Geschäft“, unterstreicht Christian Dünnes. Im Vertrieb spielen Gewerbekunden eine tragende Rolle: Markenübergreifend liegt ihre Quote bei rund 80 Prozent.

Im neuen Jaguar-Land-Rover-Autohaus, in dem insgesamt 15 Mitarbeiter beschäftigt sind, planen die beiden Geschäftsführer jährlich zwischen 350 und 450 Fahrzeuge von Jaguar Land Rover zu verkaufen. Die nächstgelegenen Händler der Marke sind rund 70 Kilometer entfernt.

Dünnes ist im neuen Autohaus auch einer von bayernweit zwei und deutschlandweit 20 SVO (Special Vehicle Operations)-Partnern, die exklusive, individualisierte Jaguar- und Land-Rover-Modelle und Sonderserien vermarkten. Christian und Alexander Dünnes sehen im SVO-Geschäft attraktive Ertragschancen: Schon in der Vergangenheit hatte das Regensburger Familienunternehmen sehr erfolgreich exklusive Sonderserien und limitierte Sportwagen vermarktet - unter anderem fünf Jaguar F-Type Project 7 und 15 Ford GT.

Bekannt machen will das Autohaus Dünnes seine Kompetenz bei individualisierten Jaguar- und Land-Rover-Modellen unter anderem über eine Roadshow vom Hersteller. Diese wird in den kommenden Wochen bei den 20 deutschen SVO-Partnern Station machen. Events spielen als Kundenbindungsinstrument generell eine gewichtige Rolle beim Regensburger Händler. Pro Marke und Quartal lädt er seine Kunden zu einer Veranstaltung ein: „Coronabedingt laden wir aktuell kleinere Gruppen mit 30 bis 40 Personen ein, beispielsweise zuletzt zum Nikolausumtrunk“, schildert Alexander Dünnes. Die offizielle Einweihung des neuen Betriebs haben die beiden Geschäftsführer auf den April verschoben.

Für die Zukunft sehen sich die beiden Unternehmer mit der Marke Jaguar Land Rover gut aufgestellt: Die Modelle seien attraktiv, die Kundenloyalität sei hoch und die Transformation von Jaguar zu einer reinen Elektromarke werten sie als Chance. Dem erodierenden Servicegeschäft durch die beschleunigte Elektrifizierung blicken sie aktuell noch recht gelassen entgegen: „Wir werden sicher den Rückgang der Erträge im Servicegeschäft nicht stoppen können, aber es ist aufgrund des hohen Plug-in-Hybridanteils ein langsamer Prozess, der sich strecken lässt, indem wir uns künftig noch stärker darauf fokussieren, die Kunden mit älteren Fahrzeugen bei uns zu halten“, bemerken die beiden Unternehmer.

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