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Durchgerosteter Auspuff rechtfertigt bei älteren Autos keinen Kaufrücktritt

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Ein Kunde wollte von einem Autohändler sein Geld zurück, nachdem er kurz nach dem Kauf eines neun Jahre alten Peugeots laute Geräusche am Auspuff feststellte. Der Bundesgerichtshof sprach in dem Fall nun ein eindeutiges Urteil.

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Gewöhnlicher Verschleiß sei kein Sachmangel, bekräftigte der Bundesgerichtshof (BGH).
Gewöhnlicher Verschleiß sei kein Sachmangel, bekräftigte der Bundesgerichtshof (BGH).
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Ein durchgerosteter Auspuff ist bei einem älteren Gebrauchtwagen kein Grund, vom Kauf zurückzutreten. Gewöhnlicher Verschleiß sei kein Sachmangel, bekräftigte der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil. Das gelte auch dann, wenn sich daraus durch weitere Abnutzung in absehbarer Zeit ein Erneuerungsbedarf ergebe. (AZ.: VIII ZR 150/18)

In dem Fall aus Köln wollte der Kläger seinen mehr als neun Jahre alten Peugeot an den Händler zurückgeben. Das Auto hatte er Anfang 2014 mit knapp 85.000 Kilometern auf dem Tacho für 5.650 Euro gekauft. Es war damals gerade frisch durch den TÜV gekommen. Nach einiger Zeit fielen dem Käufer laute Geräusche am Auspuff auf. Er wollte deshalb sein Geld zurück und verklagte das Autohaus.

Händler bei Gebrauchtwagen nur selten in der Pflicht

Grundsätzlich haftet der Händler eine gewisse Zeit für Mängel, die schon beim Kauf des Autos vorlagen. Bei einem Gebrauchtwagen verpflichtet ihn das in der Regel aber nur zur Reparatur, nicht zur Rücknahme des Autos. Dafür muss schon ein großer Mangel vorliegen.

Hier kommt für den BGH nichts davon infrage. Bei einem fast zehn Jahre alten Kleinwagen mit mehreren Vorbesitzern seien auch erhebliche Durchrostungen an der Auspuffanlage als normaler Verschleiß anzusehen. Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit gebe es nicht. Damit liege kein Mangel vor.

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