E-Auto-Prämie: Bayern und NRW knacken als erste 10.000 Anträge

Autor: Christoph Seyerlein

In Bayern und NRW gingen bislang die meisten Anträge auf den Umweltbonus ein. „Brennstoffzellen-Hochburg“ ist aber ein anderes Bundesland.

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Knapp 51.000 Anträge für die Umweltprämie zählte das Bafa bis zum 31. Januar 2018.
Knapp 51.000 Anträge für die Umweltprämie zählte das Bafa bis zum 31. Januar 2018.
(Bild: Bosch)

Knapp 51.000 Anträge auf den Umweltbonus zur Förderung von Fahrzeugen mit reinelektrischem Antrieb, Plug-in-Hybrid oder Brennstoffzelle sind zum 31. Januar 2018 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingegangen. Was die reine Masse betrifft, sind Nordrhein-Westfalen (10.722 Anträge) und Bayern (10.625 Anträge) unter den Bundesländern die Spitzenreiter.

Neben den beiden hat bislang kein anderes Land die 10.000er-Schwelle überschritten, einziges Bundesland in der Nähe dieser Marke ist Baden-Württemberg mit 9.517 Anträgen. Die wenigsten elektrifizierten Autos wurden bislang in Bremen gefördert (239). Von den Nicht-Stadtstaaten liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 388 Anträgen ganz hinten im Ranking.

Interessant ist auch ein Blick auf die einzelnen Antriebsarten. Bei den reinelektrischen Fahrzeugen liegt Bayern (6.613 Förderanträge) beispielsweise noch vor Nordrhein-Westfalen (6.194). In NRW sind dafür Plug-in-Hybride stärker gefragt (4.526) als in Bayern (4.012). Bei den Brennstoffzellenfahrzeugen liegt mit Sachsen-Anhalt ein Bundesland vorne, in dem über alle Antriebe hinweg mit 693 bislang relativ wenige Anträge gestellt wurden. Mit 9 Wasserstoffautos wurden dort aber deutlich mehr Fahrzeuge dieser Art gefördert als anderswo in Deutschland. Es folgen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein mit gerade einmal je zwei Anträgen für Brennstoffzellenautos.

Am meisten gefragt bei der E-Auto-Prämie sind Modelle von BMW. Bis zum 31. Januar 2018 entfielen 10.439 Förderanträge auf Modelle der Münchner. Platz zwei geht an Volkswagen mit 7.802 Einheiten, die Top drei komplettiert Smart mit 6.175 Anträgen. Am häufigsten gefördertes Modell ist aber der Renault Zoe (5.813 Anträge). Welche Autos in den Top Fünf liegen, zeigt folgende Bildergalerie.

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Für den Umweltbonus, der längstens bis zum 30. Juli 2019 läuft, stehen 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung, die je zur Hälfte vom Staat und von den Autoherstellern getragen werden. Die Summe würde für 300.000 bis 400.000 geförderte Autos mit alternativem Antrieb reichen.

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 Christoph Seyerlein

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Entwicklungsredakteur