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E-Autos: Kaum Lademöglichkeiten in Mehrfamilienhäusern

Autor: Andreas Wehner

Laut einer Umfrage des ADAC sind nur die wenigsten privaten Tiefgaragen oder Parkflächen mit Steckdosen oder gar einer Wallbox ausgestattet. Wer in der Großstadt ein E-Auto besitzt, kann also zuhause oft nicht laden.

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(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Bewohner von Mehrfamilienhäusern mit Tiefgarage haben kaum die Möglichkeit, zuhause ein Elektroauto zu laden. Eine aktuelle Umfrage des ADAC unter Unternehmen der Wohnungswirtschaft in elf Großstädten ergab, dass nur die wenigsten Tiefgaragen oder Parkflächen mit Steckdosen oder gar einer Wallbox ausgestattet sind. Nur vier Prozent der von den befragten Unternehmen bewirtschafteten Tiefgaragen und Parkflächen mit mehr als zehn Stellplätzen haben eine Lademöglichkeit.

Hauptgrund für die fehlende Infrastruktur ist der Untersuchung zufolge die fehlende Nachfrage der Mieter und Wohnungseigentümer. Elektroautos sind bislang wenig verbreitet, entsprechend wenig Interesse haben Mieter und Wohnungseigentümer. Als weitere Gründe für die fehlende Stromversorgung an privaten Parkflächen nennen die befragten Unternehmen die hohen Kosten und technische Probleme. Aber auch rechtliche Hindernisse wurden angeführt.

Der ADAC fordert, diese zu beseitigen und die Installation von Ladeinfrastruktur in Bestandsimmobilien zu erleichtern. Beispielsweise verlange das Wohnungseigentumsgesetz (WEG), dass bei Umbauten am Gemeinschaftseigentum alle Miteigentümer zustimmen müssten. Sei nur einer dagegen, komme der Ausbau nicht zustande. Mieter hätten auf Lademöglichkeiten bis heute keinen Anspruch.

Bleibt alles wie es ist, dürfte sich an der schlechten Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern mittelfristig wenig ändern: Nur ein Viertel der befragten Unternehmen erwägt in den nächsten drei Jahren die Einrichtung von Lademöglichkeiten. Konkrete Pläne innerhalb eines Jahres verfolgen lediglich 13 Prozent.

Für die Erhebung hat der ADAC die elf größten deutschen Städte ausgewählt: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/Main, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Bremen, Dresden und Hannover. Befragt wurden im Februar und März dieses Jahres 310 Unternehmen, die mindestens ein Objekt mit mehr als zehn Stellplätzen besitzen oder verwalten. Zusammen kommen sie auf 4.815 Tiefgaragen oder Parkflächen dieser Größenordnung. 55 Unternehmen hatten zumindest eine Lademöglichkeit, die restlichen 255 sind ohne Stromversorgung an den Parkflächen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«