E-Miglia 2: Elektroautos erobern Großglockner

Aufschlüsse über Rekuperation und Aktionsradius

21.07.2011 | Autor: Jan Rosenow

Wie im letzten Jahr ist die E-Miglia auch 2011 beim TÜV Süd zu Gast.
Wie im letzten Jahr ist die E-Miglia auch 2011 beim TÜV Süd zu Gast.

Vom 1. bis 5. August 2011 findet zum zweiten Mal die E-Miglia statt – die erste Langstreckenrallye ausschließlich für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Und weil sich die Technik der E-Fahrzeuge schnell weiterentwickelt, haben die Veranstalter die Anforderungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verschärft.

800 Kilometer, vier Etappen, über 200 Kilometer auf der längsten Einzeletappe, der höchste Punkt mit 2.504 Metern auf der Passstraße zum Großglockner – das sind die Herausforderungen auf dem Weg von München nach St. Moritz. Bevor es am 2. August um neun Uhr auf die Strecke geht, richtet der TÜV Süd am Vorabend ein öffentliches Fahrerlager in seiner Münchner Niederlassung, Ridlerstraße 57, ein – inklusive Technikcheck der Fahrzeuge. Interessenten können hier ab 15:30 Uhr E-Mobilität live erleben.

Die Münchner Sachverständigenorganisation ist nicht nur technischer Partner, sondern schickt auch selbst ein Team auf die Strecke. Die Piloten im E-Mini: Horst Schneider und Dr. Peter Klein, beide Mitglieder des Vorstands der TÜV Süd AG.

Strompiloten wollen hoch hinaus

Spannend wird vor allem die Etappe auf der Großglockner-Hochalpenstraße mit einer Passhöhe von 2.504 Metern. Doch auch die von 560 Kilometern im Premierenjahr 2010 auf rund 800 Kilometer verlängerte Gesamtstrecke dürfte manche Fahrzeuge vor Probleme stellen, denn die wenigsten haben eine Reichweite, die 150 Kilometer übertrifft. Zugleich wird sich zeigen, wie gut die Rekuperation der Fahrzeuge funktioniert, also das Aufladen der Batterie in den Bremsphasen. Allerdings dürfen die Teilnehmer unterwegs an mobilen Ladestationen „nachtanken“.

Gerade zu Fragen des Aktionsradius der E-Fahrzeuge wollen die TÜV-Süd-Experten bei der E-Miglia wichtige Daten und Erkenntnisse sammeln. Sie fließen zum Beispiel in den Reichweitenstandard TSECC (TÜV Süd E-Car Cycle) ein, bei dem erstmals der Radius von E-Fahrzeugen unter Berücksichtigung realer Fahrzyklen und Witterungsbedingungen gemessen wird.

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