E-Mobilität ist nur für jeden Dritten eine Option

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Der Weg zur Elektromobilität in Deutschland ist noch weit. Trotz neuer Modelle und höherer Kaufprämie sind die Konsumenten weiterhin eher verhalten bereit, aufs E-Auto umzusteigen. Nur wenige haben konkrete Kaufpläne.

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E-Auto-Modelle mit guter Reichweite sind inzwischen verfügbar. Allein den Kunden fehlt noch immer der Glaube an die Technik.
E-Auto-Modelle mit guter Reichweite sind inzwischen verfügbar. Allein den Kunden fehlt noch immer der Glaube an die Technik.
(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Ein Elektroauto ist für die meisten Deutschen einer Umfrage zufolge derzeit kein Thema. 56 Prozent der Befragten können sich nicht vorstellen, in den nächsten fünf Jahren ein E-Auto zu kaufen, wie aus einer TÜV-Studie hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine Option wäre ein batteriebetriebener Pkw demnach dagegen für 36 Prozent der Befragten. Nur 3 Prozent haben konkrete Kaufpläne.

Aus Sicht vieler Verbraucher gibt es noch Hürden, zuerst der Preis der Fahrzeuge (49 Prozent), dann ihre relativ geringe Reichweite (47 Prozent), ein zu geringes Angebot an Ladestationen (39 Prozent) sowie Zweifel an der Umweltfreundlichkeit (38 Prozent). Die Skepsis gefährdet Deutschlands Klimaziele. Um sie zu erreichen, wollen – oder müssen – Bundesregierung und Autobauer in den nächsten Jahren deutlich mehr E-Autos auf die Straßen bringen.

Immerhin halten laut der repräsentativen Umfrage, die meisten Bundesbürger eine „Mobilitätswende“ für notwendig. „Der angekündigte konsequente Umstieg auf Elektroantriebe und das steigende Umweltbewusstsein der Kunden zeigen aber jetzt erste Wirkung“, versicherte Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Der Umstieg auf die Elektromobilität ist aber noch längst kein Selbstläufer.“

Das meistgenutzte Verkehrsmittel bleibt laut den Ergebnissen vorerst das Auto, in das an Werktagen 65 Prozent der Befragten einsteigen. Straßenbahnen, Busse, U- und S-Bahnen nutzen 32 Prozent, 8 Prozent Regional- und Nahverkehrszüge. 29 Prozent fahren jeden Tag Fahrrad, jeder zweite geht täglich zu Fuß.

Umweltfreundlich unterwegs zu sein, zählt nur jeder Vierte zu seinen wichtigsten Beweggründen bei der Verkehrsmittelwahl. Sicherheit, Flexibilität und Unabhängigkeit, geringe Kosten und Planbarkeit spielen eine größere Rolle. Das eigene Auto mit anderen zu teilen, kommt für mehr als die Hälfte der Befragten nicht in Frage.

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