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E-Mobilität: Potenzial im Paket

Autor / Redakteur: Die Fragen stellte Jan Rosenow / Jan Rosenow

Lithium-Ionen-Batterien sind derzeit die beste Lösung für E-Autos, sagt Batterieexperte Dr. Wolfgang Haselrieder. Weiteres Entwicklungspotenzial sieht er in der Konstruktion des Batteriepakets.

Dr.-Ing. Wolfgang Haselrieder, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, Battery Labfactory Braunschweig.
Dr.-Ing. Wolfgang Haselrieder, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung, Battery Labfactory Braunschweig.
(Bild: Frank Bierstedt)

Dr. Wolfgang Haselrieder: Die Energiedichte hat sich auf Zellebene in den letzten acht Jahren auf mittlerweile 700 Wattstunden pro Liter in technischen Anwendungen verdoppelt. Doch bei Lithium-Ionen-Batterien mit Flüssigelektrolyt liegt die natürliche Grenze bei 800 bis 900 Wh/L. Viel Potenzial zur Weiterentwicklung gibt es also nicht mehr. Das Gleiche gilt für die Kosten: Auf Zellebene ist der Preis für eine Kilowattstunde von etwa 1.400 Euro im Jahr 2008 auf heute unter 100 Euro gesunken. Damit ist ein Niveau erreicht, auf dem auch wieder Preiserhöhungen denkbar sind, wenn die Rohmaterialien teurer werden. Schließlich machen diese 75 Prozent der Herstellungskosten einer Batteriezelle aus.

Welche Potenziale gibt es noch, um preisgünstigere und leistungsfähigere Batterien zu entwickeln?

Hier arbeitet die Branche gerade an dem sogenannten Cell-to-Pack-Konzept. Batterien sind ja dreistufig aufgebaut: Mehrere Zellen werden zu Modulen zusammengefasst und die Module wiederum zum Batteriepaket. Cell to Pack bedeutet, dass die Zellen so groß werden, dass die Modulebene wegfällt. Damit steigt der Energiegehalt gemessen am Gesamtgewicht des Batteriepakets deutlich an.