Elektromodelle im VW-Konzern E-Produktionsanlauf und PHEV-Bestellstopp

Von Andreas Grimm

Die Konzernmodelle der MEB-Reihe, darunter der Cupra Born oder der VW ID.3, werden ab Montag in Zwickau wieder produziert. Für den Skoda Enyaq gibt es zumindest wieder Hoffnung. Dagegen sind demnächst keine Skoda-Plug-in-Hybride mehr zu haben – das letzte Modell hat nur noch wenige Tage Schonfrist.

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Der Cupra Born läuft wie alle anderen Schwestermodelle auf dre MEB-Plattform ab Montag wieder in Zwickau vom Band.
Der Cupra Born läuft wie alle anderen Schwestermodelle auf dre MEB-Plattform ab Montag wieder in Zwickau vom Band.
(Bild: Volkswagen)

Für einige Kunden des Volkswagenkonzerns, insbesondere zahlreicher E-Modelle, gibt es wieder Hoffnung, dass ihre bestellten Fahrzeuge in absehbarer Zeit vom Band laufen. Die sächsischen Fabriken des Konzerns (Zwickau, Dresden) meldeten am Freitag, dass die Fertigung in der nächsten Woche schneller als geplant hochgefahren werden kann. Die Versorgungslage bei Bauteilen habe sich kurzfristig verbessert.

Ab Montag, 28. März, soll in Zwickau wieder im Zwei-Schicht-Betrieb mit der MEB-Fertigung (unter anderem ID.3, ID.4, ID.5; Audi Q4 E-Tron, Cupra Born) gearbeitet werden. Die Gläserne Manufaktur wird ab Mittwoch (30. März) wieder den ID.3 fertigen. Man wolle nun „die Kundenfahrzeuge so schnell wie möglich ausliefern“, hieß es. Die Produktion werde aber weiter je nach Versorgungslage gesteuert.

Der Ukraine-Krieg hat auch die Lieferketten des Skoda Enyaq empfindlich gestört. Bei der Bilanzpressekonferenz hatte Skoda-Vorstandschef Thomas Schäfer am Dienstag von einer Wiederaufnahme der Produktion in den Zuliefererwerken gesprochen. Dagegen ist ein Termin für den Neustart der Enyaq-Produktion noch nicht bekannt. „Wir gehen davon aus, die Produktion im Laufe der kommenden Wochen wieder aufzunehmen“, hieß es aus Mlada Boleslav. Angekündigt wurden zudem vorläufige Anpassungen in der Angebotsstruktur, indem Varianten des Enyaq iV vorübergehend aus dem Fahrzeugkonfigurator entfernt werden.

Konkret wird nach Angaben des Importeurs Skoda Auto Deutschland hierzulande die Bestellbarkeit der Varianten Enyaq iV 50, 60 und 80x „in Kürze und vorübergehend eingeschränkt“. Bestellbar bleiben dagegen die umsatzstarken Modelle Enyaq iV 80 und das Enyaq Coupé. Die gut ausgestatteten Modellvarianten hatten die Skoda-Kunden in Deutschland zuletzt besonders bevorzugt.

Weniger gut sind die Aussichten für die Plug-in-Modelle: Die deutschen Produktionsvolumen des Octavia seien bis weit in das Jahr 2023 hinein ausgeschöpft. „Daher ist die Bestellbarkeit des Octavia iV bis auf Weiteres ausgesetzt. Der Superb iV ist bis einschließlich 30. März bestellbar und wird danach bis auf Weiteres ausgesetzt“, hieß es vom Importeur.

Für den Importeur und den Handel ist die Liefersituation derzeit sehr ärgerlich, weil die „Fahrzeuge bei den Menschen überaus gefragt sind und die Marke nach wie vor eine enorme Anziehungskraft auf die Menschen hat“, heißt es in einem Statement von Skoda Auto Deutschland. Die Auftragsbücher seien weiterhin gut gefüllt.

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