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E-Roller-Hersteller Kumpan: „Der Markt entsteht gerade“

| Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Martin Achter / Martin Achter

Für Autohäuser können Elektro-Motorroller ein Baustein sein, um das eigene Geschäft zukunftsfähig zu machen, sagt Mitgründer Philipp Tykesson vom deutschen Hersteller Kumpan. Sein Unternehmen ist offen für Partnerschaften mit Kfz-Händlern.

Kumpan-Geschäftsführer Philipp Tykesson: „Es reicht nicht, wenn sich Autohäuser einen Roller in den Schauraum stellen. Es braucht spezialisierte Verkäufer, die das Geschäft vorantreiben.“
Kumpan-Geschäftsführer Philipp Tykesson: „Es reicht nicht, wenn sich Autohäuser einen Roller in den Schauraum stellen. Es braucht spezialisierte Verkäufer, die das Geschäft vorantreiben.“
(Bild: Tim Knoppik)

Philipp Tykesson: Das liegt daran, dass der Markt für E-Roller noch entsteht. Die Historie der Pedelecs hat dagegen Anfang der Neunzigerjahre begonnen. Damals kamen die ersten E-Bikes auf den Markt und waren auch erst eine Randerscheinung. Dann haben sich Design, Gewicht und Reichweite gemäß den Nutzervorstellungen verändert, und die verkauften Stückzahlen stiegen. Wir haben Kumpan vor neun Jahren zu Beginn des E-Roller-Zeitalters gegründet. Und wir standen vor ähnlichen Herausforderungen wie einst die E-Bike-Hersteller. Die Nutzerfreundlichkeit hat sich mittlerweile positiv entwickelt, und der Rollermarkt verändert sich zugunsten der E-Roller.

Wie sieht Ihre Modellpalette aktuell aus?

Wir bieten alles vom Tretroller mit Unterstützung bis 25 Stundenkilometer über E-Motorroller bis 45 Stundenkilometer bis hin zu Fahrzeugen mit 100 Stundenkilometern Geschwindigkeit. Letztere wollen wir im nächsten Jahr auf den Markt bringen. Dass wir künftig vielleicht mal Fahrzeuge mit vier Rädern bauen, ist nicht ausgeschlossen, aber derzeit nicht unser Ziel.