E10 bindet viel Werkstatt-Arbeitszeit

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Der neue Kraftstoff verunsichert nach Ansicht der Innung Nürtingen/Kirchheim die Kunden und bindet Kapazitäten. Die könnte wiederum die Online-Zulassung freisetzen, aber deren Einführung dauert noch.

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Der alte Vorstand ist auch der neue Vorstand: Die Mitglieder der Innung Nürtingen/Kirchheim unter Teck haben ihre Vertreter im Amt bestätigt. Damit können die Vorstandsmitglieder ihre erfolgreiche Arbeit weiter fortsetzen.

Obermeister Konstantin Lepadusch forderte, das Chaos bei der Einführung des neuen Kraftstoffs E10 möglichst rasch zu beenden. „Wir erklären den Kunden, dass sie grundsätzlich den Kraftstoff unbesorgt tanken können, aber er tankt ihn dann doch nicht“, erläuterte Lepadusch die Situation an den Tankstellen. Das Chaos binde sehr viel Arbeitszeit in den Betrieben.

Nun will der Obermeister für mehr Sicherheit unter den Verbrauchern sorgen: „Vielleicht könne ein Aufkleber am Tankdeckel für mehr Ruhe sorgen“, so seine Idee. Eine Initiative des Landesverbands Niedersachsen-Bremen hat hier eine Vorreiterrolle übernommen. Bereits seit Februar verfolgt der Landesverband das Thema.

Akzeptanz elektronischer Papiere notwendig

Neu ist auch das Pilotprojekt zur Online-Zulassung. Allerdings sind bis zur richtigen Online-Zulassung noch einige Schritte notwendig. „Ab Mitte 2012 können die Daten online eingegeben werden“, erläuterte Robert Legner, Leiter der Zulassungsbehörde im Landkreis Esslingen. Das System prüfe dann die Daten auf ihre Richtigkeit beim Kraftfahrtbundesamt und kläre mögliche Zahlungsrückstände ab. „Der Autofahrer muss weiterhin zur Zulassungsstelle kommen, um die Papiere abzuholen und die Schilder siegeln zu lassen“, so Legner.

Eine echte Online-Zulassung wird es wohl vor 2013 nicht geben. Dazu ist die Akzeptanz der elektronischen Papiere durch den Gesetzgeber notwendig. „Ein erster Schritt dazu ist der computerlesbare Personalausweis“, erläutert Legner. Hinzu komme dann die Onlineversion der HU-Papiere.

Hilfen für die Nachwuchsrekrutierung nutzen

Dagegen zeigen die Maßnahmen bei der Ausbildung bereits jetzt Wirkung. Nachdem es im vergangenen Jahr einige Mängel bei der Führung von Tätigkeitsnachweise gegeben hatte, konnte Dieter Angelmaier, Mitglied des Innungsvorstands, nun Entwarnung geben. Er appellierte an die Ausbilder, das Ausbildungsmagazin »autoFACHMANN« wieder zu einem richtigen Tätigkeitsnachweis zu machen.

„Von der Qualität der Ausbildung hängt die Zukunft unserer gesamten Branche ab“, erläuterte Angelmaier. Es werde künftig noch schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden. Er empfahl, sich auch um gut motivierte Hauptschüler zu kümmern. Bei der Auswahl könne ein Praktikum im Betrieb helfen. „Ein positiver Eindruck über das Arbeitsverhalten kann eine schlechte Schulnote aufwiegen.“

Zur Unterstützung der Durchführung von Betriebspraktika hat die Redaktion der Ausbildungsmagazine »autoFACHMANN« und »autoKAUFMNN« die „Begleithefte Betriebspraktikum“ entwickelt (Informationen und Bestellung).

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