Eigenzulassungen August: Land Rover verdoppelt, Mitsubishi verdreifacht

Autor: Andreas Wehner

Die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP hat dafür gesorgt, dass vor dem Stichtag 1. September bei vielen Fabrikaten die Händlerzulassungen in die Höhe geschossen sind. Bei einigen war jedoch auch das Gegenteil der Fall.

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(Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP hat auch die Eigenzulassungsstatistik durcheinandergewirbelt. Insgesamt entfielen im August 33,5 Prozent der neu registrierten Fahrzeuge in Deutschland auf Handel und Hersteller. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum August 2017, als der Anteil der Eigenzulassungen nur bei 26 Prozent lag.

Bei vielen Fabrikaten haben Händler vor dem WLTP-Stichtag 1. September noch Fahrzeuge zugelassen, die mit der Umstellung nicht mehr als Neuwagen verkauft werden dürfen. Das sorgte auch bei den Neuzulassungen insgesamt für ein großes Plus von 24,7 Prozent.

An der Spitze der Eigenzulassungsstatistik (nur Fabrikate mit mindestens 0,5 Prozent Marktanteil im bisherigen Jahresverlauf) hat sich dadurch jedoch nichts geändert. Ein weiteres Mal war im August Honda die Marke mit den meisten Händler- und Werkszulassungen. 53,9 Prozent der Neuzulassungen entfielen bei den Japanern auf die eigene Organisation.

Gleich nach Honda folgte im August Land Rover mit einem Eigenzulassungsanteil von 53,5 Prozent. Das britische Fabrikat verdoppelte den Anteil der Händler und Werkszulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat (26,7 %). Nach Prozentpunkten steigerte jedoch eine japanische Marke den Anteil noch deutlicher. Bei Mitsubishi ging er um 27,9 Prozentpunkte nach oben. Mit 41,9 Prozent Händler und Werkszulassungen landete das Fabrikat unter allen relevanten Marken jedoch nur im oberen Mittelfeld.

Deutlich rückläufig war der Eigenzulassungsanteil hingegen bei Nissan. Allerdings weist die Statistik bei den Japanern für den August 2017 mit 62,5 Prozent einen außergewöhnlich hohen Wert auf. Somit landete das Fabrikat in der Auswertung für den vergangenen Monat mit 47,8 Prozent immer noch auf dem fünften Platz.

Auch Dacia, bislang für gewöhnlich immer Schlusslicht in der Eigenzulassungsstatistik, legte im August deutlich zu. Lag der Anteil an Händler- und Werkszulassungen bei der rumänischen Renault-Tochter im August 2017 noch bei 3,1 Prozent, betrug er im August dieses Jahres 21,1 Prozent. Dennoch liegt Dacia damit in der Statistik relativ weit unten. Nur bei Mini (19,1 %), Smart (14,8 %) und Volvo (12,8 %) war der Eigenzulassungsanteil noch niedriger.

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Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«