Ein familiäres Team in der Ausbildung

Redakteur: Johannes Büttner

Das Autohaus Gäckle im schwäbischen Oberderdingen belegte beim Bundesbildungpreis des Deutschen Kfz-Gewerbes den zweiten Rang unter den „kleinen Betrieben“.

Firmen zum Thema

Wer im Autohaus Gäckle im schwäbischen Oberderdingen eine Ausbildung beginnt, sollte keine Angst vor Kundenkontakt haben. Schließlich sorgen die Stihl-Werkzeuge, die der Bosch-Servicebetrieb neben Gebraucht- und Neufahrzeugen ebenfalls vertreibt, für viele Besucher im Geschäft. Das sorgt für abwechslungsreiche Arbeitstage der elf Mitarbeiter, die stets flexibel auf die verschiedenen Kundenwünsche reagieren müssen.

Weil das am besten gelingt, wenn alle Kollegen harmonieren, achtet Geschäftsführerin Brigitte Harms-Janssen schon bei der Auswahl ihrer Azubis darauf, dass diese menschlich ins Team passen. Es scheint ihr zu gelingen, wenn man die Liste der gemeinsamen Aktivitäten betrachtet: Tischkickerturniere, Schwimmbadbesuche, Geburtstagsfeiern, Dorffeste und Mitfiebern bei Spielen der Fußball-WM im firmeneigenen Aufenthaltsraum, den die Azubis nach ihren eigenen Wünschen gestaltet haben.

„Wir sind im Betrieb eine kleine Truppe, die gut zusammenpasst. Da bietet es sich an, viel gemeinsam zu machen“, berichten Sara Oberst und Steffen Ritschel. Die beiden Azubis sind schon projekterfahren. Sie waren nicht nur an der Vorbereitung und Durchführung von Messeauftritten ihres Betriebs beteiligt, sondern kämpften sich auch erfolgreich durch den umfangreichen Bewerbungsbogen für den Bundesbildungspreis des Deutschen Kfz-Gewerbes.

Ausbildungsziel: Selbstständig arbeiten

Bei diesen Gelegenheiten erlernen sie nicht zuletzt, selbstständig zu arbeiten. Darauf legt Harms-Janssen generell großen Wert, auch in der alltäglichen Arbeit. Über die Lehrgespräche, die neben der praktischen Arbeit stattfinden, führen die Azubis einen Ausbildungsordner. Mit diesem Hilfsmittel finden sich die jungen Leute in den verschiedenen Abteilungen eines Kfz-Betriebs schnell zurecht und können sich neue Tätigkeitsfelder weitgehend selbstständig erarbeiten.

„Es ist mir wichtig, dass sie sich spätestens am Ende ihrer Ausbildung überall zurechtfinden“, sagt die Geschäftsführerin. Sie wolle ihre Azubis dafür sensibilisieren, immer mitzudenken und wirtschaftlich mitzurechnen. Schließlich müsse ein Betrieb am Ende auch Geld verdienen.

(ID:377191)