Gebrauchtwagen Ein Frühwarnsystem für Marktverwerfungen

Von Silvia Lulei

Zwei Gebrauchtwagenexperten haben ein Konzept entwickelt, das Händlern die frühzeitige Reaktion auf aktuelle Marktentwicklungen erlauben soll. Der kombinierte Blick auf verschiedene Kennzahlen soll es ermöglichen, Verluste zu vermeiden.

Die bange Frage, die sich die Händler stellen, ist, ob und vor allen Dingen wann der Markt kippt.
Die bange Frage, die sich die Händler stellen, ist, ob und vor allen Dingen wann der Markt kippt.
(Bild: Achter)

Die beiden Grafiken in diesem Beitrag zeigen deutlich, wann der Gebrauchtwagenmarkt aus dem Ruder lief: Im November 2021 sackten die Händlerbestände ein; damit stiegen kontinuierlich die Preise für gebrauchte Fahrzeuge und die Standtage sanken auf jetzt 50 Tage im Schnitt. Natürlich hat diese Entwicklung auch einen positiven Effekt: Der Ertrag pro Gebrauchtwagen steigt. Das dürfte die Händler freuen. Aber auch die Einkaufspreise für den Handel steigen – und zwar in demselben Maß, wie sich die Marktpreise verteuern: um etwa 20 Prozent.

Die bange Frage, die sich die Händler stellen, ist, ob und vor allen Dingen wann der Markt kippt. Wann sind die Fahrzeuge, die der Handel im Moment teuer einkauft, nicht mehr gewinnbringend vermarktbar, weil die Verkaufspreise durch ein höheres Angebot an Gebrauchtwagen wieder fallen?