Skoda Fabia Einstiegsmodell mit großen Ambitionen

Autor: Andreas Grimm

Der Fabia ist inzwischen das Einstiegsmodell von Skoda. Nun kommt der Kleinwagen, der ziemlich groß geworden ist, in der vierten Auflage. Er soll den Absatzzahlen des Importeurs zusätzlichen Schub geben.

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Skoda bringt die vierte Generation des Fabia an den Start.
Skoda bringt die vierte Generation des Fabia an den Start.
(Bild: Skoda)

Ein attraktives Einstiegsangebot für den Skoda Fabia hat der scheidende Skoda-Chef Frank Jürgens im Frühjahr versprochen. Jetzt liefert er mit der Basisvariante Fabia Easy, die mit mindestens 13.990 Euro ab sofort bestellt werden kann. Damit macht Skoda zumindest eine klare Ansage, denn die Listenpreise (ohne Aktionsangebote) der Konkurrenten Opel Corsa (14.600 Euro) und Ford Fiesta (14.350 Euro) steigen höher ein.

Die Basisvariante „Easy“ kommt mit einem 48 kW/66 PS starken 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner. Sie ist mutmaßlich ab August zu haben. Wie das Einstiegsmodell ausgestattet ist, verraten die Tschechen noch nicht.

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Zunächst ist der Fabia jedoch nur in der Variante Active zu haben, die 16.290 Euro in der günstigsten Ausführung kostet. Zum Marktstart gibt es drei 1,0-Liter-Benziner, mit oder ohne Turboaufladung, und mit Leistungen von 80 PS (59 kW) bis 110 PS (81 kW), verteilt auf drei Ausstattungsvarianten.

Ob Easy oder Active – grundsätzlich bekommen Skoda-Kunden mit dem Fabia der vierten Generation ein komplett neues Fahrzeug, und wie üblich bei dem Hersteller ein Raumwunder. Mit einer Länge von 4,11 Metern ist der Fabia eigentlich kein Kleinwagen mehr – entsprechend bewirbt ihn der tschechische Hersteller mit dem „besten Platzangebot seiner Klasse“. Dazu passt, dass das Kofferraumvolumen um 50 auf 380 Liter gewachsen ist.

„Mit dem neuen Fabia haben wir schon den Anspruch, den Absatz wieder deutlich voranzubringen und unseren Marktanteil in diesem Segment kräftig zu erhöhen“, hatte Jürgens die Stoßrichtung im Frühjahr 2021 vorgegeben. Denn der Absatz des Modells war am Ende seines Lebenszyklus deutlich eingebrochen. Dass Skoda nun mit der teureren Active-Variante loslegt, hat auch mit den Erfahrungen der letzten Jahre zu tun: die schmale Ausstattung wird auch in kleineren Fahrzeugklassen nur selten geordert.

Die Serienausstattung des neuen Fabia Active umfasst einen Frontradarassistent mit City-Notbremsfunktion, einen Spurhalteassistent, eine Klimaanlage und Voll-LED-Scheinwerfer mit Fahrlichtassistent. Wer Turbounterstützung des Motors möchte und dann mit 95 PS/70 kW unterwegs ist, zahlt mit derselben Ausstattung mindestens 17.590 Euro.

Kein Diesel, kein E-Modell

Zu diesem Preis startet die Ausführung Ambition, unter anderem mit Multifunktionslenkrad, Tempomat, höhenverstellbaren Vordersitzen und dem Bolero-Infotainmentsystem mit 8-Zoll-Bildschirm inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Surround-Soundsystem mit sechs Lautsprechern und Smartphone-Integration. Die Topmotorisierung mit 110 PS/81 kW Leistung gibt es erst in der höchsten Ausstattungslinie Ambiente, dann ab 19.890 Euro.

Die Neuauflage des Fabia ist nun ein klassischer Konzernzwilling und nutzt die gleiche Technik wie der VW Polo und Seat Ibiza. Dazu kommen ein aufgewerteter Innenraum und ein ausgebautes Technik-Angebot. Einen Diesel oder ein E-Modell wird es nicht geben.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«