Elektroantrieb: Der 16-Liter-Motor

Redakteur: Jan Rosenow

Hubraum ist für Elektromotoren zwar ein ungeeignetes Charakteristikum, aber das Bauvolumen nicht. Erst recht nicht, wenn man wie Schaeffler einen kompletten Antrieb in der Radnabe unterbringen will. Kann das klappen?

Evil Drive: Mit Heckantrieb und Torque Vectoring macht der elektrische Ford Fiesta plötzlich mächtig Spaß.
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(Foto: Rosenow)

Die kompakte Bauweise des Elektromotors kommt für die Innenraumarchitekten der Autobranche wie gerufen. Wenn der Antriebsstrang deutlich weniger Platz braucht, kann die Karosserie komplett den Fahrgästen zur Verfügung stehen (und den Batterien natürlich). So ist es beispielsweise möglich, die Antriebskraft auf zwei kleinere Motoren aufzuteilen und diese im Inneren der Hinterräder anzuordnen. Solche Radnabenmotoren gab es schon in der Frühzeit der Motorisierung, und mit der Rückkehr der Elektromobilität erlebt nun auch dieses Konzept seine Wiedergeburt.

Der Autozulieferer Schaeffler hat Ende April den aktuellen Entwicklungsstand seines Projekts „E-Wheel-Drive“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um hochintegrierte Radnabenantriebe, bei denen sämtliche für Antrieb, Verzögerung und Fahrsicherheit notwendigen Bauelemente wie Elektromotor, Leistungselektronik und Controller, Bremse sowie Kühlung Platz innerhalb der Felge finden.