Elektrofahrzeuge werden eher auf dem Land genutzt

Neue Studie über „Elektro-Haushalte“

| Autor: Laura Jaworek

E-Auto-Fahrer müssen mehrere Apps nutzen, um eine passende Ladesäule zu finden.
E-Auto-Fahrer müssen mehrere Apps nutzen, um eine passende Ladesäule zu finden. (Bild: pixabay)

Anders als allgemein angenommen verbreiten sich Elektroautos derzeit eher in ländlichen Gegenden. Das zeigt eine aktuelle Studie des Stuttgarter Marktforschungsinstituts U-Scale. Anfang des Jahres wertete sie die Erfahrungen von 1.027 Elektrofahrzeug-Fahrern in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Demnach wohnt über die Hälfte in ländlichen Gegenden oder in Kleinstädten.

Mit durchschnittlich 19.000 Kilometern im Jahr übertrifft die Fahrleistung der E-Autos deutlich die der Verbrenner. Dazu tragen 42 Prozent der Befragten bei, die ausschließlich ein batteriebetriebenes Fahrzeug nutzen. Die restlichen 58 Prozent der Haushalte besitzen neben dem E-Auto noch einen Verbrenner. Diesen fahren sie allerdings nur auf 32 Prozent ihrer Strecken. Das E-Auto emanzipiert sich dahingehend geradezu zum Erstwagen.

Als Gründe für den Kauf eines Elektrofahrzeugs nennen über drei Viertel den Umweltschutz und den Fahrspaß, aber auch die geringen Betriebskosten sind mit 66 Prozent ausschlaggebend für die Konsumenten. Allerdings beklagen sie sich über die geringe Anzahl an Ladesäulen. Letztere passen nicht zu jedem Hersteller und können so nicht von jedem Hochvolt-Fahrzeug genutzt werden. Außerdem funktionieren die kompatiblen E-Tankstellen nicht immer und werden laut den befragten Verbrauchern nicht schnell genug repariert. Daher hat der durchschnittliche E-Auto-Fahrer sechs Tank-Apps auf dem Smartphone, von denen alltäglich drei aufgerufen werden.

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