Elektromobilität: E-Volution im Handel

Die Autohäuser müssen sich infrastrukturell für das Elektromobilitätszeitalter rüsten. Viele Hersteller und Importeure setzen die Latte dabei hoch und treiben die Kosten in die Höhe. Die Krux ist: Mit der Installation von Ladesäulen ist es nicht getan.

| Autor: Julia Mauritz

(Bild: Volkswagen AG)

Lange Zeit hatten auch große Hersteller wie Toyota ein großes Fragezeichen hinter Elektroautos gesetzt. Die Devise hieß: abwarten, was der Wettbewerb macht. Schließlich waren es lange Zeit vorwiegend Umweltfreaks, die bereit waren, hohe Anschaffungskosten und geringe Reichweiten von Stromern in Kauf zu nehmen. Dann kam Tesla und mischte die Branche mächtig auf. Gepaart mit den immer strengeren Emmissionsvorschriften aus Brüssel und dem Druck aus dem chinesischen Markt war allen plötzlich klar: An der Elektromobilität geht kein Weg vorbei. Wenn der weltweit größte Hersteller Volkswagen plötzlich alles auf die Elektrokarte setzt, ist Schnelligkeit gefragt: Mittlerweile kann man die Hersteller, die noch keine Elektrostrategie haben und die nicht spätestens in den Jahren 2020 oder 2021 ein Elektroauto auf den Markt bringen, an einer Hand abzählen.

Für den Handel heißt das einmal mehr: Es stehen Investitionen an – angefangen bei Ladesäulen über die Schulung von Service- und Vertriebsmitarbeitern und dem Vorhalten von Spezialwerkzeug bis hin zur Bereitstellung spezieller Parkflächen, Quarantäneplätzen und vereinzelt sogar einer entsprechenden Signalisation (siehe Standards im Kasten unten). Bei den Händlern von Importeursmarken wie Nissan oder Renault, die zu den Elektropionieren zählen, sind die Standards bereits in trockenen Tüchern. Andere Hersteller und Importeure, die erst in diesem oder im kommenden Jahr Plug-in-Hybride oder reine Stromer einführen, sind dagegen gerade erst dabei, die Elektrostandards im Handel festzuzurren.

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