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Elektronische Dämpfer: Mehr Auswahl auf dem Ersatzteilmarkt

| Autor: Jan Rosenow

CDC-Dämpfer von ZF werden in zahlreichen Fahrzeugmodellen eingesetzt. Bei Reparaturen können Werkstätten auf Ersatzteile der Marke Sachs zurückgreifen – in OE-Qualität.

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Die CDC-Dämpfer mit dem außenliegenden Proportionalventil (unten) sind leicht zu erkennen.
Die CDC-Dämpfer mit dem außenliegenden Proportionalventil (unten) sind leicht zu erkennen.
(Bild: Jonas Werner-Hohensee)

Das CDC-System (Continuous Damping Control) von ZF ist eines der meistverwendeten elektronischen Fahrwerkssysteme für Pkws und wird heute in fast allen Fahrzeugklassen eingesetzt. Die große Anzahl an Fahrzeugen, die seit der Markteinführung vor rund zwanzig Jahren mit CDC-Technik ausgestattet wurden, hat zur Folge, dass immer mehr dieser Fahrzeuge in unabhängigen Werkstätten gewartet werden.

Die Dämpfer selbst sind zwar sehr langlebig, weil die elektronische Steuerung den Rückgang der Dämpfleistung bis zu einem bestimmten Grad ausgleichen kann. Trotzdem kann nach hohen Kilometerleistungen oder bei Beschädigung des Dämpfers ein Austausch nötig werden – etwa beim Verschleiß von Magnetventilen, Kabeln und Steckern oder Schäden durch Marderbiss oder Korrosion.

Attraktives Umsatzpotenzial für Kfz-Werkstätten

Für die Kfz-Werkstätten bieten Fahrzeuge mit elektronischen Dämpfern aus mehreren Gründen ein attraktives Umsatzpotenzial. Beispielsweise wird dem Fahrer die Fehlfunktion des Systems durch eine Kontrollleuchte angezeigt. Anders als bei hydraulischen Dämpfern mit ihrem schleichenden Leistungsverlust, den der Fahrer oft gar nicht bemerkt, ist dies ein eindeutiges Signal, die Werkstatt aufzusuchen. Zweitens müssen elektronische Dämpfer durch identische Teile ersetzt werden. Eine Rückrüstung auf billigere hydraulische Bauteile würde die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs ungültig machen. Der Austausch der Dämpfer durch Originalteile erhält zudem das gewohnte Niveau von Sicherheit und Fahrverhalten sowie den Wert des Fahrzeugs.

Und nicht zuletzt kann die Werkstatt durch die Reparatur eines komplexen elektronischen Fahrwerkssystems ihre Kompetenz gegenüber dem Kunden beweisen und sich von der Konkurrenz abheben. Dabei müssen die Betriebe nicht befürchten, dass der Austausch von CDC-Dämpfern unerwartet große technische Herausforderungen beinhaltet. Der Einbau des Dämpfers erfolgt ebenso wie beim hydraulischen Pendant, jedoch müssen manche Ausführungen zusätzlich elektronisch angelernt werden.

Zahlreiche neue Anwendungen lieferbar

Seit dem Marktstart im Jahr 1997 hat ZF rund 28 Millionen CDC-Dämpfer produziert und eine enorme Bandbreite an Fahrzeugen damit ausgerüstet. Anfangs vor allem in der Luxusklasse präsent, rüsteten die Autohersteller nach und nach auch Mittelklassefahrzeuge oder Kompaktwagen auf Wunsch mit CDC-Dämpfern aus. Sogar Kleinwagen wie der aktuelle Volkswagen Polo besitzen diese Option.

ZF Aftermarket erweitert nun sein Angebot an CDC-Dämpfern der Marke Sachs und nimmt neben vielen Neuzugängen aus der Luxusklasse auch Ersatzteile für Mittelklassefahrzeuge und Kompaktwagen ins Programm auf. Lieferbar sind nun auch Ersatzteile unter anderem für:

  • Audi A4 (Bj. 2007 bis 2015)
  • Audi Q5 (Bj. 2008 bis 2016)
  • Audi Q7 (Bj. 2006 bis 2015)
  • Porsche Cayenne (Bj. 2002 bis 2010 sowie 2010 bis 2017)
  • Volkswagen Touareg (Bj. 2002 bis 2010 sowie 2010 bis 2018)

Im Laufe dieses Jahres wird das Angebot um bis zu 30 weitere Teilenummern ergänzt. ZF Aftermarket betont, dass das Unternehmen in diesen herausfordernden Zeiten ein verlässlicher Partner für freie Werkstätten ist. Es sorgt nach eigenen Angaben weiterhin für eine sichere und stabile Ersatzteilversorgung: Sachs-CDC-Dämpfer sowie alle weiteren Teile aus dem breiten Produktportfolio von ZF Aftermarket seien wie gewohnt verfügbar.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE