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Emil Frey startet mit Maserati im Frankfurter Bankenviertel

| Autor: Jens Rehberg

Die Hessengarage hat den ersten deutschen Maserati-Innenstadt-Schauraum eröffnet – Serviceannahme inklusive.

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„Tridente Frankfurt“ in der Schillerstraße 27.
„Tridente Frankfurt“ in der Schillerstraße 27.
(Foto: Rehberg)

Mitten im Frankfurter Bankenviertel hat die zur Emil-Frey-Gruppe gehörende Hessengarage einen exklusiven Maserati-Schauraum eingerichtet. Das familiengeführte Autohandelsunternehmen erweitert damit sein Markenportfolio um ein weiteres Premium- beziehungsweise Luxusfabrikat. Mit Jaguar, Aston Martin, Fisker, Lexus und Bentley hat die Gruppe bereits ein breites Angebot und viel Erfahrung in diesem Segment. Der unweit der Frankfurter Hauptwache und der Fußgängerzone gelegene Verkaufsstandort wurde in der vergangenen Woche im Rahmen eines VIP-Events offiziell eröffnet.

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„Wir passen gut zu Maserati, denn der Importeur hat einen Partner gesucht, der auch im Flotten- und Gewerbekundengeschäft stark ist – das gilt für uns bundesweit“, sagte Donat Pflug, Mitglied der Geschäftsleitung der Emil-Frey-Gruppe Deutschland, im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Im laufenden Jahr will Maserati Deutschland nach früheren Angaben mindestens 450 Ghibli an Flottenkunden verkaufen. „Maserati verspricht für die kommenden Jahre mit neuen Modellen wie dem Levante oder dem Alfieri weiteres Wachstum, an dem wir teilhaben möchten“, erläuterte Pflug die Beweggründe für den Einstieg in die Luxusmarke.

Dass das Fabrikat mit dem Dreizack in Frankfurt bereits durch das Autohaus Ulrich vertreten wird, sei kein Hindernis gewesen, da Ulrich sich primär auf die Ferrari-Vermarktung konzentriere und auch kein Leasing-Geschäft ausübe.

Pflug ist zuversichtlich, trotz der initialen Investition in die Einrichtung des Schauraums bereits im ersten vollen Verkaufsjahr schwarze Zahlen schreiben zu können. „Dazu wollen wir 2016 etwa 70 Fahrzeuge verkaufen“, sagte der Händler. Zum Vergleich: An Aston-Martin- und Bentley-Modellen verkaufte die Emil-Frey-Gruppe 2014 an drei Standorten insgesamt 362 neue Einheiten.

Der neue Schauraum wird vom Importeur an die Hessengarage verpachtet. Zur Investitionshöhe im Rahmen der Einrichtung und zur Unterstützung durch Maserati machten beide Seiten keine näheren Angaben. Es hieß lediglich, der Initialinvest bewege sich „in sechsstelliger Höhe.“

Der Händler betreibt den Edel-Schauraum zunächst mit drei Mitarbeitern. Im Showroom werden bis zu vier Fahrzeuge präsentiert. Darunter hat das Autohaus fünf Tiefgaragenstellplätze für weitere Vorführwagen sowie für Kundenfahrzeuge mit Servicetermin angemietet. Ausführen wird den Service das Volvo-Zentrum der Hessengarage in Frankfurt-Nied.

Der Schauraum ist in drei Zonen aufgeteilt. Im Empfangsbereich gibt es neben der Theke einen Merchandising-Bereich, der gut von der Straße aus zu sehen ist. Außerdem wird hier ein Sportwagen platziert. Im eigentlichen Schauraum dahinter stehen aktuell zwei Ghiblis und ein Quattroporte. In der dritten Zone, die im Wesentlichen eine Wand des Schauraums ist, findet das Thema Individualisierung mit der entsprechenden Beratung statt. Mit Glaswänden abgetrennt grenzen außerdem zwei Büros an den Schauraum an.

Donat Pflug bestätigte, dass der Frankfurter Standort aller Voraussicht nach nicht die einzige Emil-Frey-Filiale mit Dreizack bleiben werde.

Die Hessengarage beschäftigt an nunmehr sechs Standorten rund 230 Mitarbeiter. Das Autohandelsunternehmen verkaufte bislang Ford, Volvo, Mazda, Hyundai und Subaru.

Maserati zeichnet sich aktuell durch starkes Wachstum aus. 2014 konnte der Importeur vor allem durch den Ghibli das Absatzvolumen hierzulande von 268 Einheiten im Vorjahr auf knapp 1.300 Fahrzeuge steigern. Bis zum Jahresende soll das Händlernetz auf knapp 30 Partner anwachsen. Weltweit wuchs das Volumen im vergangenen Jahr von 15.000 auf 35.000 Einheiten. Bis 2018 will Maserati einen Jahresabsatz von rund 75.000 Fahrzeugen erreichen. Ab Anfang 2016 soll unter anderem der neue Luxus-SUV Levante hierfür entscheidende Impulse liefern.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

Stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk des »kfz-betrieb«