Neuwagen Ende September kommt der geliftete VW Polo – wir zeigen, was neu ist

Autor: Christoph Seyerlein

Mit der Elektrostrategie von VW hat der Polo nur wenig zu tun. Dennoch ist das Auto für Hersteller und Handel wichtig. Im Herbst bekommt die sechste Generation nun ein Facelift. Was sich damit am Fahrzeug ändert.

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Ende September startet der geliftete VW Polo.
Ende September startet der geliftete VW Polo.
(Bild: Volkswagen)

Eine Neuvorstellung bei VW, die kein Elektroauto ist? Ja, die gibt es tatsächlich noch. Corona-konform rein digital feierte am Donnerstag das Facelift des VW Polo Premiere. Und der kommt vorerst nur mit Benzin- und CNG-Antrieb. Eine Hybridisierung zu einem späteren Zeitpunkt ist denkbar, eine Voll-Elektrifizierung ausgeschlossen. Dafür gibt es die ID-Familie und dort soll es perspektivisch auch kleinere Modelle unterhalb des ID3 geben.

Doch zurück zum Polo: Was ändert sich mit dem Facelift? Optisch nicht übermäßig viel. So, wie man das bei Produktaufwertungen eben gewohnt ist. Zu erkennen ist der Neuling vor allem an seinem Lichtdesign, das stark an den aktuellen Golf erinnert. Vorne gibt es jetzt ein durchgezogenes LED-Lichtband, zudem sind vorne und hinten LED-Scheinwerfer bzw. -Rückleuchten nun serienmäßig verbaut.

VW Polo: Lifting trifft vor allem die Ausstattung
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Mehr tut sich beim Polo dagegen in Sachen Variantenvielfalt. Der Hersteller will Kunden die Konfiguration erleichtern. Konkret heißt das: Die Zahl der individuellen Ausstattungs-Möglichkeiten wird drastisch gesenkt. Gleichzeitig soll die Zahl der serienmäßig angebotenen Features steigen. VW verspricht, dabei die „ohnehin von den meisten Käufern favorisierten Umfänge“ in die Serienausstattung gepackt zu haben.

Im Vergleich zum derzeit noch aktuellen Polo gibt neue Ausstattungslinien. „Polo“, „Life“, „Style“, „R-Line“ und „GTI“ ersetzen „Trendline“, „Comfortline“ und „Highline“. In der Basis-Version Polo sind beispielsweise bereits der Lane-Assist, und das digitale Cockpit enthalten.

Zu den optionalen technischen Highlights zählt im künftigen Polo der „IQ Drive Travel Assist“. Er soll teilautomatisiertes Fahren bis 210 km/h ermöglichen.

3 Benziner, ein CNG-Motor

Starten soll das Facelift Ende September. Der Vorverkauft beginnt in Kalenderwoche 19 (10. - 16. Mai). Dann bietet VW den Polo mit drei TSI-Dreizylinder (59 kW/80 PS, 70 kW/95 PS und 81 kW/110 PS) sowie einem CNG-Aggregat (66 kW/90 PS). Alle Motoren haben 999 cm Hubraum. Ab dem 70-kW-Motor sind sie mit einem Turbolader ausgerüstet.

Und sonst? Vier neue Farben bietet VW auch noch an. Sie hören auf die Namen „Ascot Grey“, „Rauchgrau“, „Kings Red“ und „Vibrant Violet“. Zu den Preisen für das Polo-Facelift äußert sich der Hersteller noch nicht. Aufgrund der höheren Serienausstattung dürfte das Auto aber teurer werden als das aktuelle. Der startet bei 15.730 Euro.

Für Hersteller und Handel ist der Polo trotz der inzwischen starken Fokussierung auf die Elektromobilität ein wichtiges Modell, verliert allerdings mehr und mehr an Boden. Im vergangenen Jahr war der Kleinwagen im internen VW-Neuzulassungs-Ranking in Deutschland auf Platz fünf hinter Golf, Passat, Tiguan und T-Roc. 2019 war er noch Dritter hinter Golf und Tiguan. Im laufenden Jahr (Stand März) ist der Polo noch hinter den T-Cross und den Passat auf Rang sieben zurückgefallen.

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Entwicklungsredakteur