Peugeot-Urteil des OGH Endlich Rückenwind für die Markenhändler

Autor Doris Pfaff

Der ZDK will Händlerverbände unterstützen, sollten sie rechtliche Schritte gegen ihre Hersteller oder Importeure erwägen, weil sie ihre Marktmacht missbrauchen. Das sicherte ZDK-Hauptgeschäftsführer Axel Koblitz den Vertretern der Fabrikatsverbände während eines Onlinemeetings zu.

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) in Österreich gegen den französischen Importeur Peugeot hat aus Sicht des ZDK Strahlkraft und stärkt generell die Position der Vertragshändler gegenüber ihrem Hersteller oder Importeur.
Das Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH) in Österreich gegen den französischen Importeur Peugeot hat aus Sicht des ZDK Strahlkraft und stärkt generell die Position der Vertragshändler gegenüber ihrem Hersteller oder Importeur.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Anlass gab das Urteil des österreichischen Obersten Gerichtshofs (OGH), der Ende März festgestellt hatte, dass Peugeot seine marktbeherrschende Stellung auf Kosten seiner Vertragshändler missbraucht. Das Gericht gab dem Importeur drei Monate Zeit, die Situation zu ändern.

Konkret stellte der OGH für Österreich fest, dass PSA die finanzielle Abhängigkeit der vertraglich gebundenen Autohändler bei der Ausgestaltung des Margensystems, der Preisgestaltung von Niederlassungen, der Abrechnung von Garantie- und Gewährleistungsarbeiten sowie der Kostenüberwälzung für Mystery Shopping, Mystery Leads und Standardkriterien-Audits missbrauche.