AU-Prüfungen Endspurt für die AÜK

Von Doris Pfaff

Im Jahr 2020 brachte ZDK-Geschäftsführer Werner Steber die AÜK für das Kfz-Gewerbe auf den Weg. Das Ziel, innerhalb von knapp zwei Jahren rund 31.000 Betriebe in ein neu aufzubauendes System einzubinden, war ambitioniert. Kritiker hielten es gar für unerreichbar. Ein Irrtum, erklärt Steber im Interview.

Werner Steber ist Geschäftsführer „Werkstatt und Technik“ beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.
Werner Steber ist Geschäftsführer „Werkstatt und Technik“ beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.
(Bild: Promotor)

Redaktion: Bis 1. Juli 2022 muss die „Akkreditierte Überprüfung im Kfz-Gewerbe“ (AÜK) stehen. Das heißt, Prüfingenieure dürfen nur noch solche AU-Nachweise anerkennen, die in einer Werkstatt durchgeführt wurden, die in ein akkreditiertes System – also in die AÜK – eingebunden ist. Wie ist der aktuelle Stand?

Werner Steber: Der Bundesinnungsverband (BIV) hat von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) im September 2021 die Urkunde zur Erstakkreditierung erhalten. Der BIV hatte dazu im Sommer 2020 573 Betriebe oder besser gesagt Stützpunkte gemeldet, die bis dahin ins System eingebunden waren und alle Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems (QMS) des BIV erfüllten. Bei 28 von ihnen hat die DAkkS die ersten Witness-Audits durchgeführt. Diese knapp 580 gemeldeten Stützpunkte reichen natürlich nicht für die AÜK. Deshalb haben wir sofort einen Erweiterungsantrag um gut 30.000 Stützpunkte gestellt, die bis jetzt dem System beigetreten sind. In circa 90 Betrieben davon werden im März weitere Witness-Audits durchgeführt.

Ergänzendes zum Thema
AÜK

Unter der „Akkreditierten Überprüfung im Kfz-Gewerbe“ (AÜK) werden zukünftig alle amtlichen Prüfungen und Untersuchungen umfasst, die die anerkannten Werkstätten durchführen. Dazu gehören neben der Abgasuntersuchung (AU) auch die Sicherheitsprüfung (SP) und die Gasanlagenprüfung (GAP). Unter Führung des Bundesinnungsverbands des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) sind die jeweiligen Mitarbeiter der Landesverbände und der örtlich zuständigen Kfz-Innungen in Aufbau und Betrieb des AÜK-Systems eingebunden.