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Entgeltfortzahlung: Versichern und sparen

| Autor / Redakteur: Thomas Kähler, Datev / Joachim von Maltzan

Die Krankschreibungen in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2016 den höchsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Im Schnitt dauerte die Erkrankung länger als zwölf Tage – eine Zeit, in der Unternehmen Lohn und Gehalt weiterzahlen müssen.

Krankheiten ihrer Mitarbeiter können für Unternehmen sehr teuer sein.
Krankheiten ihrer Mitarbeiter können für Unternehmen sehr teuer sein.
(© Stockfotos-MG - Fotolia)

Ein Angestellter ist wegen eines Bandscheibenvorfalls krankgeschrieben, eine Mitarbeiterin geht in den Mutterschutz. Arbeitgeber zahlen während dieser Zeit Lohn und Gehalt ganz normal weiter – gerade für kleine Unternehmen ein erheblicher Kostenfaktor. Eine Entgeltfortzahlungsversicherung kann helfen, die wirtschaftlichen Risiken im Krankheitsfall und während des Mutterschutzes für alle kleinen und mittleren Betriebe zu verringern.

Grundsätzlich sind kleine und mittlere Unternehmen verpflichtet, sich mittels Umlagen zu versichern. Bei größeren Unternehmen geht der Gesetzgeber davon aus, dass diese die wirtschaftliche Belastung im Krankheitsfall auch ohne Versicherung tragen können. Betriebe, die nicht mehr als 30 Mitarbeiter beschäftigen, müssen die U1 – die Umlage für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall – zahlen. Teilzeitangestellte müssen sie für die Prämienzahlung anteilig berücksichtigen, während Auszubildende und Praktikanten nicht zählen.