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Entlackung/Entrostung: Abgetaucht und abgelaugt

| Autor / Redakteur: Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Statt aufs typische Sandstrahlen mit seinen ganzen Nachteilen setzt Alexander Schwan auf die technisch einzig sinnvolle Lösung, um ganze Oldtimerkarosserien zu entlacken, zu entrosten und zu grundieren: Er schmeißt sie in heiße Öfen und riesige Becken.

Carblast ist vermutlich das einzige Unternehmen, das Oldtimerkarosserien auf unterschiedlichste Art und Weise entlackt, entrostet und sogar bis zur fertigen Decklackierung wieder aufbaut. Technisches Highlight ist zweifelsohne die KTL-Beschichtungsanlage.
Carblast ist vermutlich das einzige Unternehmen, das Oldtimerkarosserien auf unterschiedlichste Art und Weise entlackt, entrostet und sogar bis zur fertigen Decklackierung wieder aufbaut. Technisches Highlight ist zweifelsohne die KTL-Beschichtungsanlage.
(Bild: Dominsky)

Man mag es kaum glauben: Aktuell leben wir in einer Eiszeit! Und zwar in der quartären Eiszeit – erdgeschichtlich gesehen. Auch Alexander Schwan lebte vor gut 15 Jahren in einer Eiszeit – beruflich gesehen. Damals machte er sich mit seiner Firma Carblast selbstständig und experimentierte mit einer faszinierenden neuen Technik: dem Trockeneisstrahlen. Zusammen mit Kärcher hat Schwan das Verfahren bzw. die Gerätetechnik für den Einsatz an Kraftfahrzeugen zur Serienreife entwickelt.

Zwar eignet sich Trockeneis wunderbar zum „Saubermachen“. Aber Rost entfernt man mit ihm bestenfalls dann, wenn es sich um lose „Platten“ handelt. Selbigen restlos zu beseitigen, gelingt nur mittels klassischem Sandstrahlen. Also ergänzte fortan auch diese Methode das Angebot des heute in Welzheim bei Stuttgart angesiedelten Unternehmens. Nachdem sich Sandstrahlen aber für große Flächen wegen drohenden Verzugs verbietet, kam irgendwann das Sodastrahlen hinzu. Dieses wiederum ergänzte das Wasserstrahlen usw.