Bremse der Zukunft Entwicklung auf Hochtouren

Von Jan Rosenow

Unter dem Schlagwort Brake-by-Wire arbeitet die Automobilindustrie daran, die Bremsflüssigkeit aus dem Auto zu verbannen. Und Abrieb soll künftig auch immer weniger entstehen. Was das alles für den Bremsenservice bedeutet.

Elektroautos wie der Audi E-Tron bremsen überwiegend elektrisch, können auf eine leistungsfähige Scheibenbremse aber trotzdem nicht verzichten.
Elektroautos wie der Audi E-Tron bremsen überwiegend elektrisch, können auf eine leistungsfähige Scheibenbremse aber trotzdem nicht verzichten.
(Bild: Audi)

Der Antrieb steht immer im Mittelpunkt. Gerade jetzt, mitten im Wandel hin zur Elektromobilität, diskutiert alle Welt angeregt und mehr oder weniger sachkundig über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Motorbauarten. Die Bremse dagegen interessiert niemanden. Sie fristet ein Schattendasein im schmuddeligen Radhaus, und außer ein paar Tuningfreaks dürfte es kaum Autofahrer geben, die bei ihrer Kaufentscheidung für ein Auto an die Bauart oder Leistungsfähigkeit der Bremse denken.

Das ist eigentlich schade, denn auf dem Gebiet der Bremstechnik hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Da ist vor allem der verblüffende Zuwachs an Leistungsfähigkeit zu nennen. Galten bis vor 15 Jahren noch Bremswege um die 40 Meter als guter Wert für einen Kompaktwagen, so stehen aktuelle Modelle bereits nach gut 33 Metern. Daran haben sicherlich die weiterentwickelten Reifen ihren Anteil, aber die Bremstechnik wurde eben auch immer besser.