GVO Entwurf mit interessanten Aspekten für den Handel

Autor Doris Pfaff

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hat den ersten Entwurf zur neuen Vertikal-Gruppenfreistellungsverordnung bewertet. Für den Automobilhandel sieht der Verband durchaus positive Tendenzen, auch wegen der Aussagen der EU-Kommission zu den Agentursystemen.

Der Entwurf zur neuen GVO bezieht auch unechte Agentursysteme ein und erlaubt sie unter Auflagen. Der ZDK sieht noch Klärungsbedarf.
Der Entwurf zur neuen GVO bezieht auch unechte Agentursysteme ein und erlaubt sie unter Auflagen. Der ZDK sieht noch Klärungsbedarf.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Der erste Aufschlag zur neuen Vertikal-GVO ist für den Automobilhandel positiv zu bewerten. Zu diesem Ergebnis kommt Antje Woltermann, Geschäftsführerin der Abteilung „Betriebswirtschaft- und Volkswirtschaft, Fabrikate“ beim Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Sie hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem ersten Entwurf zur überarbeiteten Vertikal-Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) beschäftigt, den die EU-Kommission Anfang Juli zusammen mit ergänzenden Leitlinien vorgelegt hatte. Gleichwohl besteht aus ihrer Sicht an einigen Stellen noch Klärungsbedarf. Diese Punkte wird der ZDK nun in die laufende öffentliche Konsultation einbringen.

Positiv wertet Woltermann, dass die Frage, ob die in einem Jahr auslaufende Vertikal-GVO überhaupt erneuert wird, wie vom Autohandel erhofft, inzwischen geklärt ist. „Es wird am 1. Juni 2022 eine neue Vertikal-GVO in Kraft treten. Das ist schon mal eine gute Nachricht, da sie den wettbewerbsrechtlichen Rahmen für die Vereinbarungen zwischen Herstellern/Importeuren und ihren Händlern bietet“, sagt Woltermann. Positiv stellt sie zudem heraus, dass sich die EU-Kommission in ihren Leitlinien zum Entwurf intensiv mit den Agentursystemen beschäftigt.