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Erneutes Absatzminus: VW übt sich in Durchhalteparolen

| Autor: Christoph Seyerlein

VW hat einen weiteren schwachen Monat hinter sich. Konnte der Hersteller trotz sinkender Auslieferungszahlen zuletzt auf dennoch steigende Marktanteile verweisen, klingt die jüngste Einschätzung von Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann kaum noch euphorisch.

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VW schwächelt bei den Auslieferungen weiter.
VW schwächelt bei den Auslieferungen weiter.
(Bild: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH)

VW hat beim Absatz im April weiter an Boden verloren. Wie der Hersteller am Mittwoch mitteilte, lieferte er im zurückliegenden Monat weltweit 487.400 Neuwagen aus – 6,2 Prozent weniger als noch im April 2018. Im Gesamtjahr liegt die Marke nach vier Monaten mit 1.943.800 Einheiten um 4,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Zuletzt hatte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann trotz bereits sinkender Absatzzahlen regelmäßig darauf verwiesen, dass die Marke zumindest den weltweiten Marktanteil weiter hatte erhöhen können. Stackmanns Kommentar zu den April-Werten klingt nun allerdings schwer nach Durchhalteparole: „Wir haben äußerst attraktive Modelle in vielerorts schwierigen und rückläufigen Gesamtmärkten am Start“, teilte der Manager mit. Hatte sich der Hersteller zuletzt noch zuversichtlich gezeigt, im Gesamtjahr die Marke von 2018 knapp übertreffen zu können, verzichtete er bei Bekanntgabe der jüngsten Zahlen auf eine solche Prognose.

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Einer der wenigen Lichtblicke für die Marke war im April Nordamerika. Dort trage die SUV-Offensive Früchte, sagte Stackmann. Gerade in den USA ging es mit 31.300 Auslieferungen für VW deutlich voran (+8,7 %).

China-Schwäche schlägt ein

Stark zu spüren bekommen die Wolfsburger aktuell die Schwäche des chinesischen Marktes. Dort bröckelte der VW-Absatz im April mit 231.400 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr merklich (-6,5 %). Stackmann sagte dazu: „China bleibt eine große Herausforderung für uns und alle anderen Marktteilnehmer.“

Auch in Europa erlebte das Fabrikat einen dürftigen Monat. Die Auslieferungen fielen im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent auf 150.300 Einheiten zurück. Gerade in der Heimat schwächelte VW: Das Minus in Deutschland betrug nach 48.800 Auslieferungen 7,3 Prozent.

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