Ersatzteilqualität: Aufklärung tut not

Die unterschiedlichen Ersatzteilarten sind vielen Autofahrern nicht bekannt. Die große Mehrheit der Kunden vertraut bei ihrem Werkstattbesuch dem Rat der Servicemitarbeiter. Ersatzteile, die sie empfehlen, werden in der Regel auch eingebaut.

| Autor: Norbert Rubbel

Beim Verkauf von Ersatzteilen vertrauen die Kunden ihrer Werkstatt. Produkte, die die Servicemitarbeiter empfehlen, werden von den meisten Kunden auch akzeptiert.
Beim Verkauf von Ersatzteilen vertrauen die Kunden ihrer Werkstatt. Produkte, die die Servicemitarbeiter empfehlen, werden von den meisten Kunden auch akzeptiert. (Bild: © Inustrieblick – stock.adobe.com)

Die Autofahrer sind qualitätsbewusst. 60 Prozent von ihnen lassen bei einer Reparatur „grundsätzlich nur die Originalteile eines Fahrzeugherstellers einbauen“. Und 60 Prozent „achten bei der Auswahl von Ersatzteilen vor allem auf bekannte Marken“. Dies sind Ergebnisse der Trend-Tacho-Studie „Ersatzteilqualität und Markenbedeutung“ der Redaktion »kfz-betrieb« und der Sachverständigenorganisation KÜS.

Ob die Werkstattbesucher genau wissen, was ein Originalteil ist und woher es stammt, ist allerdings fraglich. Denn die Autohersteller produzieren nur etwa 20 Prozent der Fahrzeugkomponenten tatsächlich selbst. Rund 80 Prozent der Teile eines Fahrzeugs liefern Industrieunternehmen wie Bosch, Continental, Hella und ZF an die Produktionsbänder der Fahrzeughersteller. Diese Teilelieferanten versorgen aber auch die freien Teilegroßhändler und Werkstätten mit Originalersatzteilen. Qualitätsunterschiede zwischen den Teilen für die Erstausrüstung und den Produkten für den freien Ersatzteilemarkt (Identteile) gibt es somit nicht, da sie ja vom selben Zulieferer produziert werden.

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