Erst messen, dann reparieren

Autor / Redakteur: Konrad Wenz / Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Die Praxis stand auch 2014 im Fokus der Karosserie- und Schadenstage. Unter anderem machte die Live-Vermessung eines reparierten Unfallschadens die Bedeutung dieses Thema klar.

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Über 500 Teilnehmer begrüßte »kfz-betrieb« bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen.
Über 500 Teilnehmer begrüßte »kfz-betrieb« bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen.
(Foto: Bausewein)

Ein technisches Highlight der Würzburger Karosserie- und Schadenstage war die Live-Vermessung eines reparierten Unfallschadens. Das Fahrzeug sah auf den ersten Blick ganz passabel aus und machte den Eindruck, nach anerkannten Regeln der Technik repariert worden zu sein. Die elektronische Vermessung zeigte aber, dass bei dem Mondeo einige Maße außerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Toleranzen lagen. Der komplette Fahrschemel war schief verbaut und war bei der Reparatur beispielsweise durch Veränderungen an Passbohrungen passend gemacht worden. Dieser Pfusch konnte durch die Vermessung ganz einfach nachgewiesen werden.

Das elektronische Vermessen wird künftig in der Unfallschadenreparatur eine immer wichtigere Rolle spielen. Aufgrund der komplexeren Karosseriematerialien sind die Auswirkungen eines Unfalls auf die Gesamtstruktur eines Fahrzeugs ohne Vermessen kaum noch erkennbar. Dies war eine Kernbotschaft der Würzburger Karosserie- und Schadenstage.

Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2014: Impressionen
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Bereits zum 5. Mal veranstaltete »kfz-betrieb« gemeinsam mit den Sponsoren Automechanika Frankfurt, Carbon, Dekra, Henkel Teroson und Standox am 4. und 5. April die Würzburger Karosserietage. In diesem Jahr startete das inzwischen etablierte Branchenevent im Vogel Convention Center allerdings mit einem erweiterten Konzept.

Die Fachzeitschrift »kfz-betrieb« hat die Veranstaltung erstmals inklusive des so genannten Schadenstags durchgeführt. Hier wurden von Moderator Elmar Fuchs, Geschäftsführer des BVSK und Autorechtaktuell, die rechtlichen Themen rund um die Unfallinstandsetzung behandelt. Das Leitthema des Schadenstages waren die Herstellervorgaben. Vorträge und Diskussionen mit ausgewiesenen Rechtsexperten brachten zutage, dass deren rechtliche Relevanz nicht einfach mit einem 'Ja' oder 'Nein' zu beantworten ist. Die Fachzeitschrift »kfz-betrieb« berichtet hierzu ausführlich in ihrer Ausgabe 17/18, die am 2.5.2014 erscheint.

Das neue Konzept ging auf: So konnte Florian Fischer, Geschäftsführer der Vogel Business Media, über 500 Teilnehmer zu den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen begrüßen. Die zeigten sich hoch zufrieden sowohl mit den Inhalten als auch mit der Fachausstellung, die von 40 Unternehmen aus der Branche installiert wurde. Auch das 3. Würzburger Werkstatt-Weinfest war wieder bestens besucht: Über 260 Teilnehmer trafen sich im staatlichen Hofkeller unter der Würzburger Residenz.

Würzburger Karosserie- und Schadenstage 2014: Die Ausstellung
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Auch am zweiten Veranstaltungstag ging es um die Herstellervorgaben. Allerdings lag hier der inhaltliche Fokus auf der Praxis. Zahlreiche Vorträge und Livevorführungen sowie Reparaturtipps rund um die Karosserie- und Lackreparatur rundeten das Programm ab. Einen Schwerpunkt bildete das Thema Beilackieren. Hans-Peter Müller vom IFL stellte das IFL-Merkblatt zur Beilackierung vor, das den Teilnehmern während der Veranstaltung ausgehändigt wurde. Auch hierzu wird »kfz-betrieb« in der Ausgabe 17/18 ausführlich berichten.

»kfz-betrieb« will im Rahmen der kommenden Würzburger Karosserie- und Schadenstage am 17. und 18. April 2015 im Vogel Convention Center an dem neuen Konzept festhalten.

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