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Erster Lynk-&-Co-Club: Möbel kann man kaufen, Autos nicht

Autor: Andreas Wehner

Lynk & Co hat seinen ersten europäischen Standort eröffnet. In Amsterdam können Interessenten künftig zwar auch das erste Fahrzeug in Augenschein nehmen, dessen Vertrieb über ein Mitgliedschaftsmodell erfolgen soll. Zum Autos kaufen ist der Laden, den Lynk & Co „Club“ nennt, primär jedoch nicht gedacht.

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In Amsterdam hat Lynk & Co seinen ersten Standort eröffnet.
In Amsterdam hat Lynk & Co seinen ersten Standort eröffnet.
(Bild: Lynk & Co)

Seit 21. Oktober können europäische Kunden sich bei Lynk & Co als Mitglieder registrieren und somit eines der ersten Fahrzeuge sichern. Das ist online möglich – oder im ersten europäischen Standort des chinesischen Autobauers. In Amsterdam öffnete jetzt der erste „Club“ seine Türen. So nennt Lynk & Co seine Läden, die zunächst in sieben europäischen Großstädten entstehen sollen.

Im Frühjahr 2021 soll die Auslieferung der Fahrzeuge beginnen. Sie können jedoch nicht gekauft werden. Stattdessen will Lynk & Co seine Modelle ausschließlich über ein Mitgliedschaftsmodell in einer Art Kombination aus Abo und Car-Sharing anbieten.

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An ein Autohaus erinnert im Amsterdamer Lynk-&-Co-Club bewusst kaum etwas. Zwar ist das erste in Europa erhältliche Modell dort zu sehen – und kann auch probegefahren werden. Jedoch sieht Lynk & Co den Standort eher als Treffpunkt für die Community, die um die Autos entstehen soll. Neben einer Kaffeebar soll es dort Ausstellungen und Veranstaltungen geben. Auch ein Co-Working-Space ist integriert.

Zudem arbeitet der Autobauer mit Künstlern und kleinen Unternehmen zusammen. Lynk & Co will einerseits die Produkte dieser Partner vor Ort anbieten, andererseits sollen in dem Standort auch Events in Zusammenarbeit mit ihnen stattfinden. Aktuell bietet Lynk & Co die Elektro-Bikes des schwedischen Herstellers Vässla an.

Weitere Standorte in Planung

Doch nicht nur sie können Kunden in Amsterdam erstehen. Wem beispielsweise die Möbel gefallen, der kann sich ein Stück aus dem Lynk-&-Co-Standort mit nach Hause nehmen. „Alles, was im Club zu sehen ist, steht zum Verkauf“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Lynk & Co ist eine Marke des chinesischen Autobauers Geely, dem unter anderem auch der schwedische Autobauer Volvo gehört. Mit letzterem ist Lynk & Co auch technisch eng verbandelt. Das Fabrikat ging 2016 offiziell an den Start und verkauft sein erstes Modell, den Lynk & Co 01, in China seit 2017. Inzwischen ist die Palette auf fünf Fahrzeuge – überwiegend SUVs – gewachsen. Auch in Europa startet das Unternehmen zunächst mit dem inzwischen überarbeiteten 01. Anders als in China fokussiert sich der Autobauer hier auf Elektroautos und Plug-in-Hybride.

In China gibt es inzwischen 300 so genannte „Lynk & Co Experience Centers“, 200 weitere sollen in den nächsten Jahren öffnen. Seit dem Verkaufsstart lieferte das Unternehmen nach eigenen Angaben bislang rund 360.000 Fahrzeuge aus. Der zweite europäische Standort entsteht aktuell in Göteborg. Clubs in weiteren europäischen Metropolen sollen im kommenden Jahr folgen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«