Erster „Mercedes-Me“-Standort eröffnet

Autor Andreas Wehner

Am Ballindamm mitten in Hamburg können sich Interessenten künftig bei einem Kaffee über die Marke Mercedes und ihre Produkte informieren. Dabei nutzt der Autobauer die digitalen Möglichkeiten.

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In Café-Atmosphäre und mit digitalen Hilfsmitteln will Daimler in Hamburg künftig potenzielle Kunden für die Marke begeistern.
In Café-Atmosphäre und mit digitalen Hilfsmitteln will Daimler in Hamburg künftig potenzielle Kunden für die Marke begeistern.
(Foto: Daimler)

Daimler hat am Donnerstag seinen ersten „Mercedes-Me“-Store eröffnet. Am Ballindamm in Hamburg feiert damit das neue Konzept exklusiver Innenstadt-Standorte der Marke Mercedes-Benz seine Premiere. In einer Art Café sollen sich potenzielle Kunden in ungezwungener Atmosphäre über die Marke und ihre Produkte informieren können.

Der „Me“-Store Hamburg bietet auf insgesamt 550 Quadratmetern Fahrzeugpräsentation, Gastronomie, Events, Information und Beratung sowie digitale Interaktion. Der Standort ist in drei Zonen gegliedert. Herzstück ist der 350 Quadratmeter große Lounge- und Restaurantbereich, in dem Mercedes-Benz-Modelle präsentiert werden, aber auch wechselnde Kunst- und Lifestyle-Events stattfinden sollen.

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Ergänzend gibt es ein Studio, in dem sich Kunden und Interessenten über die Marke Mercedes-Benz, ihre Produkte und Dienstleistungen informieren können. Ein weiterer Raum steht für persönliche Beratung in privater Atmosphäre zur Verfügung. Der gesamte „Me“-Store bietet dabei eine Vielzahl von digitalen Elementen wie Multi-Touch-Screens, Tablets und Plasma-Bildschirme.

Weitere „Me“-Stores sollen noch in diesem Jahr an den Start gehen. Zusammen mit anderen Markenauftritten betreibt der Stuttgarter Autobauer derzeit insgesamt 20 repräsentative Standorte in Innenstadtlagen. Diese Zahl soll sich durch neue „Me“-Stores bis zum Ende dieses Jahrzehnts verdoppeln.

Individuellere Kundenansprache

Der Autobauer erhofft sich von den neuen Standorten, Kunden anzusprechen, die den Weg ins Autohaus ansonsten wohl nicht einschlagen würden. Sie sind Teil einer Strategie, die einen „individuellen und differenzierteren“ Kundenkontakt ermöglichen soll. Neben den exklusiven Vertretungen in großen Städten und den klassischen Autohäusern spielt auch der Internetauftritt unter www.mercedes.me eine wichtige Rolle. Dort vereint Mercedes verschiedene Mobilitäts-, Finanzierungs- und Serviceangebote.

„Mit Mercedes Me haben wir erfolgreich auf die veränderten Kundenwünsche und -ansprüche reagiert. Kunden und Interessierte können mit uns in Kontakt treten, wann und wo immer sie es möchten“, sagte Ola Källenius, Vertriebsvorstand von Mercedes-Benz Cars. „Ob digital oder physisch, wir wollen Menschen ein überzeugendes und bleibendes Markenerlebnis bieten.“

Hamburg ist Pilot für Multikanalvertrieb

Hamburg ist die erste Stadt weltweit, in der Mercedes-Benz alle Formate seines Multikanalvertriebs parallel anbietet. So war die dortige Niederlassung Pilotbetrieb für den Online-Vertrieb von Neufahrzeugen. Derzeit bietet der Autobauer fünf Modelle vorkonfiguriert über seinen Online-Shop an. Das Projekt wurde zudem zu Beginn dieses Jahres auf das polnische Warschau ausgeweitet.

Ebenfalls neu sind die mobilen Verkaufsberater, die seit Ende 2013 in der Hansestadt und in Warschau Kunden und Interessenten zuhause besuchen. Sie soll es in den kommenden zwei Jahren weltweit in den Handelsnetzen geben.

Daneben sollen weltweit so genannte Pop-up-Stores temporär Kunden anziehen – auf Veranstaltungen oder zu bestimmten Anlässen in verschiedenen Städten.

Der „Me“-Store in Hamburg ist für Besucher ab dem 6. Juni zugänglich. Die offizielle Eröffnung findet am 14. Juni statt. Dazu präsentiert Mercedes-Benz eine Ausstellung des Berliner Fotokünstlers Olaf Heine, der für seine detailliert inszenierten Porträtfotografien von Musikern, Schauspielern, Schriftstellern und Sportlern bekannt ist und seit 2005 regelmäßig mit der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft arbeitet.

Audi fährt ein etwas anderes Konzept

Auch Audi will künftig verstärkt in den Innenstädten präsent sein und setzt dabei aber noch stärker als Mercedes auf digitale Instrumente. Unter dem Namen „Audi City“ hat der Ingolstädter Premiumhersteller unter anderem in Berlin eine Repräsentanz eröffnet, die mehr digitaler Showroom als Café ist. Ziel von Audi ist es, die komplette Modellpalette dort digital abzubilden.

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