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Erstes Elektroauto aus Daimlers EQ-Reihe kommt Mitte 2019

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80 Kilowattstunden stecken im Stromspeicher. Sie ermöglichen den Motoren eine Gesamtleistung von 300 kW/408 PS und entsprechende Fahrleistungen. Allerdings ist mit Rücksicht auf die Reichweite bei 180 km/h Schluss. Denn auch im EQC gilt das Gesetz allen Energieverbrauchs: Ein schwerer Gasfuß kostet wie in einem klassischen Verbrenner wertvolle Kilometer.

Da der Mercedes laut Konzernchef Dieter Zetsche erst im „späten Frühjahr“ 2019 zum Kunden stromern soll, ist er noch nicht nach der seit 1. September geltenden WLTP-Norm gemessen. Nach altem Standard NEFZ kommt er etwa 450 Kilometer weit, ehe er ans Kabel muss. Da die neue Testregel deutlich strenger ist, werden beim EQC wohl um die 400 Kilometer herauskommen.

Mercedes-Benz EQC: Ein Kompromiss zum Anfang
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Ein guter Wert, dessen Erreichung aber die Behutsamkeit und Voraussicht des Fahrers erfordert. Um ihn zu unterstützen, gibt es zahlreiche Betriebsmodi. So kann der Grad der Energierückgewinnung (Rekuperation) selbst bestimmt werden. Im extremsten Fall kann man auf die normale Bremse außer im Notfall fast völlig verzichten. Runter vom Gas und das SUV verzögert schlagartig sogar bis zum Stand. Dazu arbeitet der Bordcomputer auch mit dem Navi zusammen. Überlässt der Fahrer dem Abstandsradar die Kontrolle, erkennt das Navigationssystem Topographie wie Steigungen oder abschüssige Passagen, Kurven und Verkehrsschilder. So wird das jeweils stromsparendste Tempo errechnet.

Droht die Gefahr, dass das gewünschte Ziel nicht erreicht werden kann, verfällt der EQC in eine Art Notprogramm, regelt alle Systeme auf Sparflamme runter und sucht nach der nächsten Stromtankstelle, die noch sicher angesteuert werden kann. Da dies alles online per Internetanbindung läuft, ist natürlich in weiten Gegenden Deutschlands mit chronischer Unterversorgung vorausschauendes Fahren geboten.

Findet man eine der bis zu 110 kW starken Gleichstromsäulen, dauert das Aufladen von 10 Prozent Restenergie auf 80 Prozent rund 40 Minuten. Zu Hause kann die Mercedes-eigene Wallbox montiert werden. Sie liefert rund 7,5 kW pro Stunde. Noch nennt Mercedes keine Zahlen. Das komplette Aufladen, zum Beispiel über Nacht, dürfte aber etwa neun Stunden dauern. An der normalen Haushaltssteckdose muss mit der dreifachen Zeit gerechnet werden.

Der EQC und ein Blick in seine noch unvollständigen Daten macht wieder einmal klar: Das elektrische Fahren fordert Umdenken. Weg vom Tempowahn auf der linken Spur, hin zur Gelassenheit, die aber nicht zwangsläufig in permanenter Schleichfahrt münden muss. Eine andere Art von Fahrspaß als in den letzten 100 Jahren.

Rettungsgassen-Automatik

Garniert ist als alles mit neuen Ideen und elektronischen Leckerbissen. So steuert eine Funktion des Tempomaten den Mercedes bei einem Autobahn-Stau automatisch an den Rand, um eine Rettungsgasse frei zu lassen. Eine App vereint die meisten Stromanbieter und erspart an den Ladesäulen das langwierige Einloggen oder Registrieren. Einmal hin, alle drin. Und die Steuerung per App bekommt immer mehr Funktionen. „Hallo Mercedes“ heißt das Sprachkommando und wartet dann auf Befehle oder Fragen.

Bei aller Euphorie im Hause Mercedes: Der EQC, immerhin 2,4 Tonnen schwer, bleibt ein Kompromiss, da er sich die Basis schließlich mit einem konventionellen Brüderchen, dem GLC, teilt. So zum Beispiel braucht er eigentlich keinen Mitteltunnel, hat ihn aber trotzdem, was unnötig Platz kostet. Auch der klassische Motorraum vorne könnte in einem als reines E-Auto konzipierten Modell deutlich kleiner ausfallen. Der erste EQ ist aber ein Anfang. Eine ganze Modellfamilie in allen Segmenten, von Anfang an nur auf Elektroantrieb ausgelegt, wird folgen. Zetsche bei der Stockholmer Premiere: „Wir investieren zehn Milliarden Euro in den nächsten Jahren“.

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