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Eskildsen nutzt Chancen mit Skoda-Neubau

| Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

Angesichts steigender Verkaufszahlen mit dem Fabrikat Skoda hat sich das Autohaus Eskildsen für einen Neubau entschieden. Der ermöglicht zugleich betriebswirtschaftlich spürbare Synergieeffekte.

(Foto: Eskildsen)

Mit einem CI-gerechten Neubau für die Marke Skoda hat das Autohaus Eskildsen seine Vertriebsaktivitäten in Itzehoe an einem Standort konzentriert. In der Potthofstraße nahe des Bahnhofs entstand das Skoda-Autohaus direkt neben dem seit 1999 bestehenden VW-Betrieb und dem Audi-Hangar. Das tschechische Fabrikat vertritt der seit 1934 bestehende Familienbetrieb seit 2001, als man zunächst in einem ehemaligen Werkstattbetrieb des Unternehmens in der Edendorfer Straße startete.

Neben beengten Platzverhältnissen und der CI-Umstellung in der Skoda-Organisation sprach die Bündelung aller Vertriebsaktivitäten für die Verlagerung des Standorts. Gegenüber der beiden VW- und Audi-Häuser in der Potthofstraße 7 war ein knapp 8.000 Quadratmeter großes Grundstück frei geworden, das der Händler seit 2013 für ein Gebrauchtwagenzentrum nutzt.

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Auf dem bisherigen Gebrauchtwagen-Areal baute die Unternehmerfamilie seit Mai 2015 nun den Skoda-Betrieb mit mehr als 800 Quadratmetern Nutzfläche. Allein 460 Quadratmeter gehören dem Showroom, CI-typisch eingerichtet mit hellgrauen Fließen, der Highlight Wall und dem Kundenempfangstresen. Dazu kommen die Werkstatt mit 280 Quadratmetern, eine Autowaschbox sowie die Büroflächen.

„Wir sehen gute Chancen für Skoda in unserem Markt“, erklärt Ilka Eskildsen-Strohbecke, die sich die Geschäftsführung mit Jörg Eskildsen und Nina Eskildsen teilt, den Invest von rund 1,5 Millionen Euro. In ihrem Heimatlandkreis Steinburg ist das Unternehmen alleiniger Skoda-Vertragshändler und einziger Skoda-Servicepartner. Nicht zuletzt erwartet sie angesichts der modernisierten Modellpalette und angekündigter Neuheiten einen weiteren Absatzschub. Für das kommende Jahr strebt das Unternehmen 200 Neuwagenverkäufe für Skoda an und gut 900 über alle Marken hinweg. Dazu kommen über 1.200 Gebrauchtwagen.

Investiert hat der Händler von Anfang an in Energieeffizienz. Ein Blockheizkraftwerk versorgt den neuen Skoda-Betrieb sowie das VW-Autohaus mit Strom und Wärme, dazu machen Solarfelder das Skoda-Dach energetisch nutzbar. Dabei benötigt das Autohaus gar nicht mehr so viel Strom: Die gesamte Beleuchtung übernehmen LED-Lampen.

Im Skoda-Betrieb sind derzeit 10 Mitarbeiter beschäftigt, gut 130 sind es in der gesamten Eskildsen GmbH und Co. KG, davon 20 Auszubildende. 90 Mitarbeiter arbeiten derzeit am Standort Itzehoe, daneben ist der Händler auch in Brunsbüttel und Marne mit Volkswagen (Pkw und Nutzfahrzeuge) aktiv.

Der Neustart mit Skoda ist aus Sicht des Händlers geglückt. Mit dem Publikumszuspruch zum Tag der offenen Tür war die Unternehmensführung „rundum zufrieden“. Die 600 Lose der Tombola seien nach 90 Minuten verkauft gewesen. Da man die Gäste mit einer Schnitzeljagd auch gleich noch durch die Audi- und VW-Ausstellungsräume und über das Gebrauchtwagengelände schickte, profitierten auch diese Marken von der Aufmerksamkeit. „Das hat sich für uns gelohnt“, lautete das erste Fazit der Verkäufer.

Die Urprünge des Autohauses Eskildsen liegen in einem Fachgeschäft für Nähmaschinen und Fahrräder. Ende der 1950er Jahren begann das Unternehmen mit Fahrzeugen des Audi-Vorläufers DKW zu handeln, 1965 kam ein VW-Händlervertrag hinzu. 1992 und 1994 erweiterte sich das Unternehmen um die VW-Standorte in Marne und Brunsbüttel.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«