EU-Fahrzeughandel mit System

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Geschäft mit Großhändlern problemlos

Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in dem Geschäft besitzt der Betriebsinhaber detaillierte Kenntnisse über die Fahrzeuggroßhändler in Europa. Im Prinzip sei das Geschäft mit den großen und bekannten Händlern ohne Risiko; Liefertermine und Fahrzeugbeschaffenheit seien stets wie besprochen. „Schlechte Erfahrungen habe ich mit Großhändlern aus Slowenien gemacht, die zugesagte Autos nicht oder mit deutlicher Verzögerung geliefert haben“, sagt Wangler. Da müsse man sehr aufpassen, seine Kunden nicht zu verprellen und sich den Ruf einzuhandeln, unzuverlässig zu sein. „Jeder Großhändler hat andere Schwerpunkte, und je nach Herkunftsland lohnt sich der Einkauf bestimmter Fahrzeuge mehr oder weniger.“ weiß der Unternehmer.

Auch solche Tricks wie der, die deutsche Zulassung der mit Tageszulassung nach Deutschland gelieferten EU-Fahrzeuge selbst vorzunehmen, gehören für ihn dazu. „Manche Großhändler bieten an, dass sie für die deutsche Zulassung sorgen. Doch dann stehen quasi zwei Vorbesitzer im Brief, und das akzeptieren die Kunden nicht. Darum machen wir die deutsche Zulassung für unsere Kunden mit den COC-Papieren und einem fahrzeugspezifischen Datenblatt immer selbst.“

Ein lohnendes Geschäft

Sven Wangler möchte den EU-Fahrzeughandel nicht mehr missen. Das Geschäft sei mit vertretbarem Aufwand verbunden, die Einkaufsmöglichkeiten über die Internetplattformen seien nahezu unbegrenzt, und die Zusammenarbeit mit den EU-Fahrzeuggroßhändlern funktioniere unproblematisch. Und auch finanziell lohne sich das Geschäft. „Im Schnitt bleiben pro Fahrzeug etwa 1.000 Euro Bruttomarge hängen. Und ich mache meine Kunden glücklich. Denn ich biete ihnen einen großen Preisvorteil, kann häufig binnen weniger Tage das neue Fahrzeug liefern und bei manchen Herstellern neue Modelle sogar aus dem Ausland besorgen, bevor sie in den deutschen Markt eingeführt sind“, sagt Wangler. Zudem hat ihm das EU-Fahrzeughandelsgeschäft über die Jahre zahlreiche Neukunden gebracht, die nach dem Fahrzeugkauf zu Stammkunden der preisgekrönten Werkstatt geworden sind.

Stefan Schmauder ist ebenfalls im EU-Fahrzeughandel aktiv. Für den Inhaber und Geschäftsführer der 2019 mit dem Deutschen Werkstattpreis ausgezeichneten Schmauder und Rau GmbH in Kirchheim unter Teck kommt ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu: „Das Geschäft wirkt sich sehr positiv auf das Image des Betriebs aus. Und dank der großen Auswahl an Fahrzeugen und der schnellen Fahrzeugverfügbarkeit sind wir absolut konkurrenzfähig mit Markenkollegen.“ Zudem sei das Geschäft mit den Großhändlern vom Ankauf über die Finanzierung bis zum Verkauf transparent, und die Prozesse seien ideal aufeinander abgestimmt.

Weder Stefan Schmauder noch Sven Wangler können aus ihrer Erfahrung bestätigen, dass Ausstattung oder technische Ausrüstung der EU-Fahrzeuge deutlich von der deutscher Fahrzeuge abweichen. „Sicherheitstechnische Ausstattung und Emissionsverhalten sind identisch. Und wenn es Abweichungen zur deutschen Serienausstattung gibt, dann ist die häufig höherwertiger als bei für den deutschen Markt gebauten Autos“, sagt Stefan Schmauder.

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