ACEA EU-Nutzfahrzeugmarkt schrumpft im Sommer

Autor / Redakteur: dpa / Marie Lücke

Nach einem starken Jahresstart gab es im Juli und August EU-weit wieder einen Rückgang beim Nutzfahrzeug-Absatz. Besonders leichte Nutzfahrzeuge waren in dem Zeitraum weniger gefragt.

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Im Juli wurden 11,9 Prozent weniger Nutzfahrzeuge in der EU neu zugelassen als ein Jahr zuvor. Im August betrug der Rückgang laut Acea 5,4 Prozent.
Im Juli wurden 11,9 Prozent weniger Nutzfahrzeuge in der EU neu zugelassen als ein Jahr zuvor. Im August betrug der Rückgang laut Acea 5,4 Prozent.
(Foto: Daimler)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien hat im Sommer einen Dämpfer erhalten. Die Erholung vom schweren Einbruch in der Corona-Krise vor einem Jahr setzte sich nach Zahlen des europäischen Herstellerverbandes Acea im Juli und August nicht in allen Bereichen fort.

Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht schwächte sich ab – diese Fahrzeuggruppe macht den Großteil der zugelassen Nutzfahrzeuge aus. Bei Bussen und schweren Lastwagen lief es unterdessen besser.

Im Juli wurden mit insgesamt 180.367 Fahrzeugen 11,8 Prozent weniger Nutzfahrzeuge neu zugelassen als ein Jahr zuvor, wie Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Im August betrug der Rückgang noch 3,6 Prozent auf 149.121 Fahrzeuge.

In den ersten acht Monaten steht nach dem starken Jahresstart aber noch eine Markterholung mit einem Plus von 24 Prozent auf 1,29 Millionen leichte und schwere Nutzfahrzeuge in der Statistik. Der Absatz reicht aber noch nicht an die Werte der Vorkrisenjahre – insbesondere des Rekordjahres 2019 – heran.

Vergangenes Jahr war der Markt über Monate nahezu zusammengebrochen, weil Speditionen, Kommunen und Handwerker wegen unklarer Wirtschaftsaussichten infolge der Corona-Pandemie zurückhaltend beim Kauf waren bzw. wegen des Lockdowns Neufahrzeuge gar nicht ordern oder zulassen konnten.

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