Europa bremst Audi im September

Marke hat Schwierigkeiten in Europa

| Autor: Christoph Seyerlein

Bei Audi drehte sich das Absatzwachstum im September wieder eher Richtung seitwärts als aufwärts.
Bei Audi drehte sich das Absatzwachstum im September wieder eher Richtung seitwärts als aufwärts. (Bild: Audi)

Audi hat im September beim Absatz zulegen können, allerdings nicht so stark wie zuletzt. Wie die Ingolstädter am Mittwoch mitteilten, bedeuteten weltweit 178.350 verkaufte Einheiten ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im August war die Marke noch um 5 Prozent gewachsen. Im Gesamtjahr liegt Audi nach neun Monaten mit 1.380.800 Auslieferungen 2 Prozent hinter dem Niveau von 2016 zurück. Im ersten Halbjahr 2017 hatte die VW-Tochter wegen Streitigkeiten mit ihren chinesischen Händlern monatelang geschwächelt.

Ausschlaggebend für das verhaltenere Wachstum im September war die Schwäche der Marke in Europa. Dort ging der Absatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1 Prozent zurück. Auch auf dem Heimatmarkt in Deutschland stand für Audi mit 22.406 verkauften Neuwagen unter dem Strich ein Minus von 0,5 Prozent.

Besser lief es in China und den USA. Auf seinem größten Einzelmarkt im Reich der Mitte erzielte das Fabrikat einen Absatz von 58.445 Einheiten (+7,2 %). In den USA fiel das Wachstum mit 19.308 verkauften Neuwagen fast zweistellig aus (+9,6 %).

Audis neuer Vertriebsvorstand Bram Schot zeigte sich in einer Unternehmensmitteilung optimistisch, dass der neue Audi A8, der im November auf den Markt kommt, den Absatz in den kommenden Monaten ankurbeln wird. „Wir stehen am Beginn eines Modellfeuerwerks. Diese Aussicht lässt uns positiv auf die Zukunft blicken“, erklärte Schot.

Neue Impulse kann die Marke gut gebrauchen, verliert sie trotz des kleinen Wachstums im September doch immer weiter an Boden zur Konkurrenz. Mercedes-Benz lieferte im September 220.894 Einheiten aus (+4,5 %), im Gesamtjahr haben die Stuttgarter bereits mehr als 300.000 Einheiten mehr verkauft als Audi. Die September-Zahlen von BMW liegen noch nicht vor, den Juli ausgenommen lagen aber auch die Münchner bislang in jedem Monat beim Absatz vor den Ingolstädtern.

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