Ford Europa-Geschäft im Plus, Konzern im Minus

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Im Schlussquartal 2020 ist der US-Autobauer kräftig in die roten Zahlen gefahren. Damit muss Ford für das Gesamtjahr einen Verlust ausweisen. Im Europa-Geschäft trägt die Sanierungswelle allerdings Früchte.

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Ford schreibt weltweit Verluste, das Europa-Geschäft aber ist in der Gewinnzone.
Ford schreibt weltweit Verluste, das Europa-Geschäft aber ist in der Gewinnzone.
(Bild: Ford)

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford ist zum Jahresende tief in die roten Zahlen geraten, will seine Investitionen in Elektrofahrzeuge aber dennoch kräftig erhöhen. Im vierten Quartal fiel unterm Strich ein Verlust von 2,8 Milliarden Dollar (2,3 Mrd. Euro) an, wie Ford am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Die konzernweiten Erlöse gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 36 Milliarden Dollar zurück. Im seit langem kriselnden Europageschäft gab es jedoch einen Lichtblick: Hier stieg der Betriebsgewinn um 342 Millionen auf 414 Millionen Dollar - dem Konzern zufolge das beste Quartalsergebnis seit mehr als vier Jahren.

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Trotz der jüngsten Verluste will der Konzern sein Engagement bei elektrischen und selbstfahrenden Autos kräftig ausweiten. Bis 2025 werde Ford 22 Milliarden Dollar in die Elektrifizierung seiner Flotte stecken, kündigte Vorstandschef Jim Farley an. Weitere 7 Milliarden Dollar sollen in die Entwicklung autonomer Fahrzeuge fließen.

Im Gesamtjahr 2020 bekam Ford wie viele andere Autobauer die Folgen der Corona-Krise zu spüren und musste einen Umsatzrückgang um 18 Prozent auf 127,1 Milliarden Dollar verschmerzen. Unterm Strich fiel in der Jahresbilanz ein Verlust von 1,3 Milliarden Dollar an, nachdem es im Vorjahr noch eine schwarze Null gegeben hatte.

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