Elektromobilität Europa zieht an China vorbei

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Lange galt China als Vorreiter der Elektrifizierung, nun bekommt das Bild Kratzer. In diesem Jahr dürfte laut einer Hochrechnung die Zahl neu zugelassener E-Fahrzeuge in Europa den Lehrmeister aus Asien übertreffen.

Firma zum Thema

Durchaus gefragt: Die Elektromobilität ist in Europa derzeit stärker auf dem Vormarsch als in China.
Durchaus gefragt: Die Elektromobilität ist in Europa derzeit stärker auf dem Vormarsch als in China.
(Bild: Innogy)

Europa dürfte in diesem Jahr erstmals Weltmarktführer bei Elektroautos werden. In den ersten neun Monaten 2020 wurden Zahlen des Center Automotive Research (CAR) zufolge in der EU und dem Vereinigten Königreich 768.910 reine E-Mobile und Plug-in-Hybride verkauft. China kam im gleichen Zeitraum auf 662.000 Fahrzeuge. Ein Rückstand, der nach Einschätzung der Experten nicht mehr aufzuholen sein wird. Die USA landen mit geschätzten 345.000 Verkäufen in den ersten neun Monaten des Jahres abgeschlagen auf Rang drei.

Betrachtet man allein die Verkäufe der rein elektrischen Autos liegt allerdings weiterhin China an der Spitze. Im Reich der Mitte wurden in den ersten drei Quartalen 511.000 E-Modelle zugelassen, in Europa waren es 418.140. Bei den Plug-in-Hybriden liegt das Verhältnis bei 151.000 zu 350.770 mit Vorteil für Europa. Insgesamt wurden in China mit 17,1 Millionen Pkw fast doppelt so viele Fahrzeuge zugelassen wie in Europa.

(ID:47021998)