Nutzfahrzeuge Europäische Neuzulassungen auf Achterbahnfahrt durchs Jahr 2020

Autor: Andreas Grimm

Der Nutzfahrzeugmarkt hat naturgemäß stark unter dem Corona-Schock gelitten. Nach dem Absturz stabilisierten sich die Verkäufe ab dem Sommer wieder etwas. Doch das Dezember-Ergebnis wirft neue Fragen auf.

Strahlend war der Nutzfahrzeugmarkt im Jahr 2020 bestenfalls im September. Für die meisten Monate weist die Zulassungsbilanz ein kräftiges Minus aus.
Strahlend war der Nutzfahrzeugmarkt im Jahr 2020 bestenfalls im September. Für die meisten Monate weist die Zulassungsbilanz ein kräftiges Minus aus.
(Bild: Scania)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt hat zum Jahresende 2020 nochmals die schwierige wirtschaftliche Lage zu spüren bekommen: In den Ländern der EU, der Efta sowie in Großbritannien sanken die Neuzulassungen im Dezember um 4,0 Prozent auf 208.939 Einheiten. Dieser Rückgang im Schlussmonat ist aber nicht mit den schweren Absatzverlusten im ersten Halbjahr zu vergleichen, die den Nutzfahrzeugmarkt im Gesamtjahr um 19,4 Prozent auf 2,13 Millionen Einheiten drückten.

In den Monaten März bis Juni waren die Zulassungszahlen infolge des ersten Corona-Lockdowns um 20 bis 67 Prozent rückläufig gewesen. Allerdings war der Markt bereits mit deutlichen Abschlägen in den Monaten Januar (-9,5 %) und Februar (-3,4 %) ins Jahr 2020 gestartet. Außer im September (+14,5 %) und im November (+0,7 %) waren die Erstanmeldungen in jedem Monat rückläufig. Ob das Dezember-Minus dem neuerlichen Lockdown anzulasten ist oder einer allgemeinen Zurückhaltung wegen der konjunkturell schwierigen Aussichten, ist schwer zu beantworten.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«