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Europäischer Automarkt legt zum Jahresstart deutlich zu

| Autor: Andreas Wehner

1,29 Millionen Fahrzeuge kamen im Januar europaweit neu auf die Straße. Das entspricht einem Plus von 6,8 Prozent. Fast alle Märkte meldeten steigende Zahlen. Nur in Großbritannien läuft es schlecht für die Autobauer.

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(Bild: Skoda)

Der Pkw-Markt in Europa ist im Januar deutlich gewachsen. 1,29 Millionen Fahrzeuge wurden zum Jahresstart europaweit (EU+Efta) ausgeliefert. Das entspricht einem Plus von 6,8 Prozent im Vergleich zum Januar 2017, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag mitteilte.

Fast alle wichtigen Märkte legten zum Jahresstart zu. So verzeichnete der deutsche Markt mit 11,6 Prozent ein unerwartet deutliches Plus. Martin Benecke, Analyst beim Marktbeobachter IHS Markit, macht dafür vor allem die bei vielen Herstellern Ende 2017 ausgelaufenen Diesel-Umtauschprämien verantwortlich. „Viele haben noch im Dezember ein Auto gekauft, doch die Zulassung fiel dann erst in den Januar“, sagte Benecke.

Noch deutlicher legte der spanische Markt zu. Dort betrug das Plus zum Vorjahresmonat im Januar sogar 20,3 Prozent. Weniger starke Zuwächse gab es in Italien (+3,4 %) und Frankreich (+2,5 %).

Unter den großen europäischen Märkten musste lediglich Großbritannien Federn lassen. Um 6,3 Prozent gingen die Pkw-Neuzulassungen dort zurück. Damit schrumpfte der britische Markt den zehnten Monat in Folge. „In Großbritannien wirft der Brexit seine Schatten voraus – sowohl das Unternehmervertrauen als auch die Konsumbereitschaft der Privatverbraucher ist gesunken, was sich in stark rückläufigen Zulassungen niederschlägt. Dieser Abwärtstrend dürfte sich im weiteren Jahresverlauf fortsetzen“, lautet die Einschätzung von Peter Fuß, Partner beim Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY).

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«