Nutzfahrzeugmarkt Europaweit leichte Absatzerholung im November

Autor: Andreas Grimm

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist in diesem Jahr mit einer Ausnahme im Minus. Nun hat sich die Lage auch im November noch einmal etwas entspannt. Nicht zuletzt die deutschen Zahlen zogen den Markt ins Plus. Die Gesamtjahresbilanz bleibt allerdings düster.

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Größere Lkw waren im November gefragt.
Größere Lkw waren im November gefragt.
(Bild: Daimler)

Die Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa hat nach dem Einbruch in der Corona-Krise im November das Vorjahresniveau leicht übertroffen. Mit 207.118 Lastwagen, Transportern und Bussen wurden in den Staaten der Europäischen Union, der Efta und in Großbritannien 0,7 Prozent mehr Nutzfahrzeuge zugelassen als im Vorjahresmonat, wie der Herstellerverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte.

An dem starken Einbruch der Absatzzahlen im Jahresverlauf ändert die zuletzt stabile Entwicklung allerdings nichts. Im Oktober war der Markt um 0,2 Prozent gefallen. In den bisher elf Monaten wurden in Europa mit 1,92 Millionen Exemplaren 20,8 Prozent Nutzfahrzeuge weniger zugelassen als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Die starken Einbrüche der Monate März bis Mai waren nicht mehr aufzuholen.

Bei den leichten Nutzfahrzeugen beträgt das Plus im November über alle Märkte hinweg 0,9 Prozent auf 173.509 Einheiten. Treiber waren vor allem Italien (+10,6 %), Großbritannien (+8,8 %) und Deutschland (+6,2 %). Insgesamt war die Nachfrage in den Staaten der EU trotzdem leicht rückläufig (-0,5 %).

Mehr Zulassungen gab es generell bei den mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen. Hier wurden über alle Märkte hinweg 30.434 Einheiten neu zugelassen, ein Plus von 0,7 Prozent. Treiber waren hierbei allerdings nicht zuletzt die osteuropäischen Länder. Keine Impulse gibt es weiterhin im Bus-Segment. Hier gingen die Neuzulassungen europaweit um 9,6 Prozent auf noch 3.175 Einheiten zurück.

Nachfrage in Deutschland zuletzt gestiegen

Über alle Segmente hinweg entwickelten sich die Neuzulassungszahlen im November in Europa sehr unterschiedlich. Während Italien (+11,7 %), Großbritannien (+4,8 %) und Deutschland (+4,3 %) steigende Zahlen meldeten, ging die Nachfrage in Frankreich (-3,1 %) und vor allem in Spanien (-7,0 %) deutlich zurück. Ähnlich ist das Bild in den mittelgroßen Staaten: Die Zulassungen in Schweden (-19,4 %) und den Niederlanden (-9,1 %) waren etwa deutlich rückläufig, während es in Polen (+17,9 %) deutlich aufwärts ging.

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 Andreas Grimm

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Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«