Ex-Audi-Vorstand Voggenreiter wird Unternehmensberater

Experte für Vertriebstransformation bei Horvath & Partners

| Autor: Andreas Grimm

Dietmar Voggenreiter war 16 Jahre für Audi tätig und musste im Zuge der Dieselaffäre gehen. Jetzt wird er Unternehmensberater.
Dietmar Voggenreiter war 16 Jahre für Audi tätig und musste im Zuge der Dieselaffäre gehen. Jetzt wird er Unternehmensberater. (Foto: Achter)

Der frühere Vertriebschef von Audi, Dietmar Voggenreiter, wird wieder Unternehmensberater für die Automobilindustrie. In dieser Funktion war bereits 1997 für Horvath & Partners aktiv gewesen – und dorthin ist er nun zurückgekehrt. Für die Stuttgarter Managementberatung ist er fortan als Senior Advisor im Bereich Automotive tätig.

Voggenreiter war im Herbst 2015 in den Audi-Vorstand aufgerückt und hatte das Ressort Vertrieb & Marketing von Luca de Meo übernommen. Zuvor hatte der heute 49-Jährige acht Jahre lang das China-Geschäft des Premiumherstellers geführt und in dieser Zeit den Absatz auf dem inzwischen größten Automarkt der Welt versiebenfacht.

Im Zuge der Abgasaffäre mussten Voggenreiter und drei weitere Vorstände den Konzern Ende August 2017 verlassen. Den abgelösten Topmanagern wurden laut damaligen Berichten intern Fehlplanungen, nicht eingehaltene Zusagen und der weltweite Rückgang der Verkäufe vorgeworfen. Der inzwischen inhaftierte Vorstandschef Rupert Stadler konnte sich jedoch im Amt halten.

1997 hatte Voggenreiter beruflich bei Horvath & Partners begonnen und damals „maßgeblichen Anteil am Aufbau des Beratungsgeschäfts für Automotive-Kunden“, wie es in einer Mitteilung der Beratung heißt. Man habe mit ihm einen „Experten für die Transformation des Automobilvertriebs gewinnen“ können. Voggenreiter soll nun sein erworbenes Wissen in die Beratungsleistung einbringen. „Die Automobilhersteller müssen die Transformation vom reinen Hardwarehersteller zum Mobilitätsdienstleister von der Strategie bis zum Controlling in den nächsten Jahren bewältigen“, ist er überzeugt.

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