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Fabia-Facelift: Skoda trennt sich vom Diesel

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

Skoda hat seinen Kleinwagen überarbeitet. Vier Jahre nach dem Neustart halten sich die optischen Veränderungen in Grenzen. Erweitert wurden Infotainment und Assistenzsysteme. Vor allem aber verabschiedet sich Skoda in dieser Klasse vom Diesel.

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Skoda hat den Fabia für den Restlebenszylus bis voraussichtlich 2021 vor allem innerlich aufgewertet.
Skoda hat den Fabia für den Restlebenszylus bis voraussichtlich 2021 vor allem innerlich aufgewertet.
(Bild: SKODA Auto)

Skoda hat die Bestellmöglichkeit für das Facelift des Skoda Fabia offiziell gestartet. Das im März auf dem Genfer Salon erstmals gezeigte Modell ist ab 13.490 Euro bestellbar. Neben Verbesserungen am Infotainment und bei den Assistenzsystemen ist die größte Veränderung die Reduzierung des Motorenangebots. Der Diesel entfällt komplett. Die drei verfügbaren Dreizylinder-Benziner erfüllen dafür – natürlich – alle die Abgasnorm Euro-6d-Temp.

Es waren einfach zu wenige Kunden, die sich beim Skoda Fabia noch für den Dieselmotor begeistern konnten. „Die Einbaurate lag bei unter zehn Prozent“, kommentiert ein Sprecher der tschechischen VW-Marke den Abschied vom Selbstzünder. Innerhalb des Volkswagen-Konzerns ist Skoda damit der erste, der im sogenannten A0-Segment den Diesel aus dem Programm schmeißt. VW Polo und Seat Ibiza halten bis auf weiteres an dem effizienten Selbstzünder fest.

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Die Preisliste startet bei 13.490 Euro für das vorläufige Basismodell Active mit 55 kW / 75 PS, und reicht bis 20.350 Euro für den 1,0 TSI mit 81 kW /110 PS in der Spitzenausstattung Style. Hier übernimmt auf Wunsch ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen statt der manuellen Sechsgangschaltung die Kraftübertragung. Die übrigen Motorversionen bekommen ein handgeschaltetes Fünfgang-Getriebe. Der ebenfalls erneuerte Kombi ist jeweils 600 Euro teurer, hier liegt die Preisspanne zwischen 14.090 und 20.950 Euro.

Bei allen Aggregaten handelt es sich um einen Einliter-Dreizylinder, neben den oben genannten Leistungsstufen gibt es noch das 70 kW /95 PS starke Aggregat. Er wird laut Skoda die meisten neuen Fabia antreiben. Auch der ehemalige 1,2-Liter-Vierzylinder wandert aufs Alteisen. Ihn ersetzt der 1.0 TSI, der serienmäßig mit einem Partikelfilter ausgerüstet ist. Der Motor wird konzernweit eingesetzt, werkelt im Golf, im Octavia, bei Seat und bei Audi. Zum Ende des Jahres wollen die Tschechen noch eine Version mit 60 PS nachreichen. Sie dürfte allerdings aufgrund der geringen Leistung bei uns nur wenig Zuspruch ernten.

Turbobenziner mit Diesel-Verbrauchswerten

Auf einer ersten Testfahrt überzeugte der 95-PS-Direkteinspritzer durch gute Elastizität schon aus niedrigen Touren. Er dreht munter hoch und lässt durch seinen etwas knurrigen Sound beim Beschleunigen den Fahrer nie im Unklaren, dass eben nur drei Kolben die Arbeit unter der Haube verrichten. Gekoppelt ist der Motor mit einem manuell zu schaltenden Fünfganggetriebe. Wer sich für die 110-PS-Version entscheidet, darf sportliche sechs Mal schalten oder in der Preisliste das Extra „7-Gang-DSG“ ankreuzen und so den Fabia als Automatik zu fahren.

Der Verzicht auf den Diesel ist auch deshalb sinnvoll, weil moderne Turbobenziner im Verbrauch mittlerweile recht dicht an den eines Selbstzünders herankommen. 4,6 Liter verspricht Skoda. Im Alltag dürfte sich der Wert um die sechs Liter einpendeln. Dies zumindest signalisierte uns der Bordcomputer.

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