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Facebook: Ringen um Aufmerksamkeit

| Autor / Redakteur: Martin Achter / Martin Achter

Das Onlinenetzwerk ändert seine Spielregeln: Für Autohäuser könnte der Zugang zu Endverbrauchern über die Plattform künftig deutlich schwieriger werden. Die Handlungsoptionen für Social-Media-Verantwortliche sind begrenzt.

Wie viele Likes erhalten Autohäuser in Zukunft für ihre Beiträge auf Facebook? Die Onlineplattform hat den Mechanismus ihres Newsfeeds verändert.
Wie viele Likes erhalten Autohäuser in Zukunft für ihre Beiträge auf Facebook? Die Onlineplattform hat den Mechanismus ihres Newsfeeds verändert.
(Bild: © Sondem - stock.adobe.com)

Facebook hat seinen Newsfeed zuletzt deutlich überarbeitet. Genauer gesagt veränderte das Onlinenetzwerk den Algorithmus dahinter – also den Mechanismus, der bestimmt, welche Inhalte Nutzer sehen können, die deren Freunde und Bekannte, aber auch Fanseiten veröffentlichen, wie sie viele Unternehmen betreiben. Für Autohäuser ist dies bedeutsam, weil dies die Reichweiten betrifft, die sie im Social-Media-Marketing erzielen können. Noch zeichnet sich kein klares Bild ab, manch einer in der Branche spricht aber von spürbaren Reichweitenrückgängen.

Was genau hat Facebook verändert?

Es gab seit letztem Jahr mehrere wichtige Änderungen am Newsfeed. Die wohl bedeutsamste kam im Januar 2018: Facebook will Nutzern künftig wieder mehr Inhalte anzeigen, die deren Freunde und Bekannte auf der Plattform teilen. Inhalte von Unternehmen, Marken und Medien sollen stattdessen in den Hintergrund rücken. Auch davor gab es Änderungen: Im Dezember 2017 kündigte Facebook an, bestimmte Kommunikationstaktiken abzustrafen, die Unternehmen häufig nutzten, um Reichweiten von Beiträgen oder Interaktionsraten zu erhöhen. Der Oberbegriff für diese Strategien lautet „engagement baiting“. Ein Beispiel ist das „share baiting“ nach dem Muster: „Teile den Beitrag mit zehn Freunden und erhalte die Chance auf einen unserer Gewinne!“ Daneben geht Facebook seit Frühjahr 2017 gegen Inhalte vor, die Seitenbetreiber aufmerksamkeitsheischend anpreisen („click baiting“). Äußerungen von Facebook-Chef Mark Zuckerberg können so gedeutet werden, dass es mit den Änderungen noch weitergeht.