Fachtagung: Die Diagnose im Fokus

Redakteur: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Nie war die Fahrzeugdiagnose so anspruchsvoll wie heute – und die technische Entwicklung ist noch nicht an ihrem Ende angelangt. Die Fachtagung für Freie Werkstätten zeigt, wie die künftigen Diagnosetools aussehen und was sie können.

Die schnelle und sichere Diagnose erfordert den Zugang zu den technischen Daten der Fahrzeughersteller.
Die schnelle und sichere Diagnose erfordert den Zugang zu den technischen Daten der Fahrzeughersteller.
(Foto: Wenz)

Nirgends wird die Komplexität moderner Automobile so deutlich wie bei der Fahrzeugdiagnose. Um der Technologie moderner Fahrzeuge Herr zu werden, braucht die Werkstatt technische Informationen. Die Euro-5-/Euro-6-Gesetzgebung hat sichergestellt, dass die Werkstätten diese Informationen auch bekommen. Es wurden Standards geschaffen, mit deren Hilfe jedem Servicebetrieb der Zugriff auf die technischen Daten eines jeden Fahrzeugherstellers online ermöglicht wird. Doch versucht die Werkstatt über nur einen PC oder Laptop auf die verschiedenen Herstellerportale zuzugreifen, kann es zu Problemen kommen, weil sich die unterschiedlichen Herstellerprogramme nicht vertragen.

Die ZDK-Experten der Abteilung Technik, Sicherheit, Umwelt stellten fest: Installiert man die Programme mehrerer Hersteller auf einem Rechner, bekommt man Probleme. So fordert ein Hersteller die Java-Version X und ein anderer Hersteller die Version Y. Das führt laut Neofitos Arathymos, ZDK-Geschäftsführer, zu Abstürzen und „Aufhängern“. Gerade im Fall von Diagnosearbeiten bzw. dem Flashen von Steuergeräten ein Zustand, den der Verband nicht hinnehmen kann und will.